Wie läuft das mit dem Bücherbloggen – Aktion

Tobi von den Lesestunden scheint generell sehr spannende Fragebögen zu machen, denn hier ist erneut ein (etwas älterer) solcher, der mich zur Beantwortung reizt.

 

Wie entscheidest du, ob du über ein Buch bloggst oder nicht?

Das mache ich mehr oder weniger aus dem Bauch heraus, habe aber festgestellt, dass die meisten Bücher dann in eine der folgenden Kategorien fallen:

  • Ich liebe es so sehr, dass ich es in die Welt hinausschreien möchte und muss mich bemühen, das an objektiven Maßstäben festzumachen.
  • Ich hasse es so sehr, dass …siehe oben.
  • Das Buch hat gesellschaftliche Relevanz. Ja, selbst bei meinem Beuteschema findet man das. Lektionen können sich auch noch so tief im Fantasymantel verbergen, es gibt sie oft.
  • Sie sind auch interessant für den Massenmarkt – denn oft lese ich eher abseits des Mainstream, manche passen aber auch dort hinein und wurden nur nicht entdeckt oder wieder vergessen.
  • Es ist Betrug am Werk. Ja, auch das hatte ich schon. Dass der Autor zweimal das gleiche Buch verkaufte, gleichzeitig (keine überarbeitete Neuauflage unter anderem Titel). Zweimal das Gleiche für den Preis von je 10 Euro hielt ich schon für Betrug. Ebenso, dass man eine Leseprobe nicht als solche kennzeichnet und sie für Geld verkauft, das als Ebook. Manch einer macht alles, um Geld zu verdienen.
  • Es gibt irgendein Merkmal, was sie besonders macht.
  • Und leider bin ich auch nicht dagegen immun, meinen Blog nicht zu lange still sein lassen zu wollen. Wenn ich schon lange nichts mehr gepostet habe, schreibe ich auch Kurzrezensionen über Bücher, die so belanglos sind, dass man auch das mal der Welt kundtun kann. Vielleicht hält es ja jemanden vom Kauf ab, der sich ansonsten geärgert hätte.


Woher nimmst du deine Inspiration für neue Beiträge?

Ich versuche, vor allem Blogs zu folgen, die eben nicht nur rezensieren oder an wöchentlichen Aktionen teilnehmen, sondern auch ab und an ‚größere‘ Beiträge verfassen. Das inspiriert mich, weil es oft mehrere Sichtweisen auf ein Thema gibt und man dann gleich die eigene hinterfragen und aufschreiben kann. Aber zuletzt hat mich auch mein Studium inspiriert. Ich hatte das unglaubliche Glück, unter dem Deckmantel der Soziologie und einer Studie über soziales Verhalten auch in Richtung Leseforschung gehen zu können. So kam ich zu meiner Bookcrossing-Postreihe. Obwohl ich selbst schon lange Bookcrosser bin, wäre ich ohne die Studie, die ich dazu gelesen habe, vielleicht nie drauf gekommen, darüber zu schreiben. Ich hielt es, genauso wie die offenen Bücherregale, für weltweit bekannt. Dass es Leute gibt, die noch nichts damit zu tun hatten und selbst die Wissenschaft es noch nicht richtig für sich entdeckt hat, habe ich erst so erfahren.


Was willst du mit deinem Blog erreichen?

Weltherrschaft. Nein, natürlich nicht. Ich würde gern irgendetwas bewegen. Wenn ich nur einen Menschen dazu bringe, ein gutes, aber viel zu unbekanntes Buch zu kaufen und es ihnen auch gefällt, dann bin ich eigentlich schon zufrieden. Aber natürlich träumt man ja doch noch etwas größer. Ich möchte kein Buzzaldrins Bücher werden, das traue ich mir nicht zu. Aber ein paar Stammleser würde ich mir gern aufbauen. Und vielleicht eines Tages zumindest so viel Reichweite haben, dass ich Unterstützung für mein Herzensprojekt finde.


Wie viel Zeit nimmst du dir für das Verfassen eines neuen Beitrags?

Das kommt darauf an, was für ein Inhalt es ist. Rezensionen gehen recht schnell, es sei denn, ich weiß nicht, wie ich mein Urteil in Worte fassen soll. Aber oft tippe ich da, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Aktionsbeiträge benötigen oft einiges an Recherche, gerade wenn es um mein Leseverhalten geht. Da sitze ich an einem kurzen Beitrag gut und gerne eine Stunde, obwohl ich ein schneller Tipper bin.
Und richtig inhaltliche Beiträge über bestimmte Phänomene? Die dauern wirklich lang. Oft den ganzen Tag, weil ich immer wieder Pausen mache, um meine Gedanken zu sammeln.


Wie oft erscheint in deinem Blog ein Beitrag?

Aktuell habe ich viel Zeit und versuche, fast täglich zu bloggen. Aber 1-2 Mal in der Woche wird hoffentlich auch drin sein, wenn ich dereinst endlich einen Job habe.


Bloggst du regelmäßig und hast feste Tage bzw. Abstände in denen Beiträge erscheinen?

Sonntags 15 Uhr kommt mein Wochenrückblick. Ansonsten poste ich immer dann, wenn ich die Inspiration dafür habe. Es sei denn, ich habe mehrere Artikel auf einmal. Die versuche ich dann auf mehrere Tage zu strecken.


Hast du einen festen Tag, an dem du Blogbeiträge schreibst und dich um deinen Blog kümmerst?

Blogpflege passiert jeden Tag. Dank Smartphone und der App dazu ist das heute kein Problem mehr, sofern man zwischendurch fünf Minuten hat. Und Beiträge … siehe oben.


Hast du mehrere Beiträge fertig verfasst als Entwurf, oder veröffentlichst du jeden Beitrag sofort?

Generell veröffentliche ich eher sofort, es sei denn, es werden mehrere an einem Tag. Außerdem fange ich mit meinem Wochenrückblick immer schon montags an, damit ich nichts einzutragen vergesse.
UND ich habe jetzt schon einen Beitrag für Ende November fertig. Ich plane eine Jahreschallenge in 2018 und will rechtzeitig vorher die Ankündigung veröffentlichen.


Hast du Hilfsmittel, wie einen Planer, eine App oder irgendein Gadget?

Nur für die Blogpflege (WordPress-App) und die neuen Inspirationen (Bloglovin‘-App).


Schreibst du deine Beiträge direkt in WordPress bzw. der Blogsoftware, oder zuerst auf Papier oder in anderer Software?

Direkt im Browser. Dank Lazarus-Addon geht mir auch im schlimmsten Fall nichts verloren dabei.


Schreibt du die Beiträge auf einmal, oder in mehreren Schritten?

Kommt, wie gesagt, drauf an. Vieles schreibe ich in einem Rutsch. Lange inhaltliche Posts und den Wochenrückblick aber nicht.


Hast du schon einmal einen Beitrag komplett verworfen, weil du mit der Qualität nicht zufrieden warst?

Na klar, wer hat das nicht? Wobei ich gerade gar nicht mehr weiß, was es war. Ich glaube, ein Beitrag darüber, warum ich die Community ‚Was liest du?‘ hinter mir gelassen habe. Aber um nicht als alter Stinkstiefel zu gelten, habe ich es gelassen.


Wo schreibst du deine Beiträge (z.B. immer auf dem iPad Pro in der Badewanne)? Gibt es ein Bild von deinem „Blogarbeitsplatz“?

Ich würde mich NIE trauen, ein so teures Gerät mit in die Wanne zu nehmen. Das tu ich nicht mal mit dem Kindle. Aber gut, für euch habe ich mein kreatives Extremchaos mal fotografiert.

Bei mir muss so viel wie möglich in Reichweite liegen. DVDs, Bücher, Knabberkram. Ich weiß gar nicht, warum die Kerze da steht. Ich glaube, da habe ich Anfang des Jahres Marshmallows drüber geröstet und sie dann einfach nie wieder zu den anderen Kerzen gestellt. Außerdem sind Medikamente, Handcremes, … in Reichweite, damit ich nie weit laufen muss, wenn ich mal etwas brauche. Dafür finde ich es dann nicht mehr.


Bloggst du alleine oder mit anderen zusammen?

Leider alleine. Ich hab mal versucht, meine Mutter oder meine Schwester zu überreden. Die beiden lesen auch Krimis und Thriller, im Gegensatz zu mir. So hätte man einen größeren Rahmen an Büchern behandeln können. Aber leider wollen sie nicht. Und leider habe ich über den Blog und Bücher noch keinerlei wirkliche Freundschaften geknüpft, so dass ich nicht einmal Gastrezensenten oder Gespräche mit anderen Bloggern als Beitrag bringen kann.


Machst du für deine Beiträge eigene Fotos? Wenn ja, welche Rolle spielen sie für dich und wie bereitest du sie auf?

Kaum noch. Ich habe einfach gemerkt, dass meine Bilder unterdurchschnittlich sind. Ich habe kein Gerät, weder Handy noch Kamera, dass meine unruhige Hand ausgleicht. Aber schlimmer noch: Bei Instagram sind alle so gut. Sie haben wie magisch hergezaubert den perfekten Untergrund. Weiß, das nie staubig wird, ein Tisch aus unbehandeltem Holz, … Und dazu immer die passende Deko. Ich besitze noch nicht einmal wirklich viel Deko, erst recht nicht thematisch zu Büchern passend.  Und so schätze ich, habe ich mir einen Minderwertigkeitskomplex bei meinen Bildern selbst anerzogen und nutze daher fast nur die Buchcover der Verlage und mache sonst kaum Headerbilder.

Wie viel Zeit investierst du für deine Fotos?

WENN ich mal was mache, dauert es länger. Ich experimentier gerade viel mit Effekten. Leider kann man Buchtitel nicht mehr erkennen, wenn man das Foto in Comicgrafik übersetzt, so dass ich die Bilder, die mir wirklich gefallen, nicht für den Blog nutzen kann. So sind sie maximal auf Instagram zu finden.


Besprichst du auch Rezensionsexemplare und wie gehst du damit um?

Nein. Ich hatte zwei. Plus zwei Bücher, die ich von einer befreundeten Autorin bekam, die ich mir aber eh gekauft hätte. Und ich werde später auch wieder welche besprechen. Aber ich kriege keine Rezensionsexemplare als Überraschungspost, sondern müsste sie anfordern, und das möchte ich erst wieder tun, wenn mein Stapel ungelesener Bücher etwas kleiner ist. Es ist schön, eine riesige Auswahl zu haben, aber auf Dauer überwiegt doch das schlechte Gewissen meinen eigenen Büchern gegenüber.
Aber wenn ich Rezensionsexemplare habe, bin ich ehrlich. Es tut mir auch leid, aber ich war nie gut darin, meine Meinung höflich auszudrücken. Ich möchte ja niemanden vergraulen. Aber wenn meine Meinung gefragt ist, dann geb ich sie auch.


Wie wichtig sind für dich Social Media Kanäle und wie viel Zeit und Aufwand verbringst du, sie zu pflegen?

Wichtig für meinen Blog sind sie, glaube ich, kaum bis gar nicht. Facebook vielleicht noch, aber über Instagram, Twitter und Tumblr bekomme ich weder Klicks noch dauerhafte Leser. Und dennoch sind sie mir menschlich wichtig, weil ich gern (digital) mit anderen in Kontakt komme. Da ist es mir egal, ob es mir als ‚Marke‘ – als die ich mich gar nicht sehe – hilft oder nicht. Entsprechend verbringe ich auch viel Zeit damit, gerade bei Instagram. Ich schau bestimmt alle 15 Minuten nach, ob es etwas Neues gibt. Zumindest gerade, wo ich arbeitslos zuhause sitze, später wird es natürlich weniger werden.


Wie viel Zeit investierst du in technische Anpassungen und Pflege deines Blogs?

Er ist recht pflegeleicht. Einmal am Tag Aktualisierungen, das dauert fünf Minuten. Und dann eben Kommentare freischalten und beantworten, wenn ich etwas dazu zu sagen habe. Das ist aber auch nur vielleicht eine halbe Stunde. Ich bin kein guter Grafiker und kenne mich mit Technik kaum aus, deshalb hab ich kaum Anpassungen zu machen. Aber ich finde es fast schon langweilig, wie wenig ich am Blog zu tun habe.
Dafür habe ich erst gestern 10 Stunden daran gesessen, mir endlich ein Logo zu basteln. Ich bin immer noch nicht zufrieden, aber wenigstens ist mein Blog endlich nicht mehr fast nackt.


Was recherchierst du, bevor du ein Buch rezensierst?

Ehrlich? Gar nicht. Ich war nie Teil einer Blogparade, in der ich die Geschichte der Vampire präsentieren soll. Und mit den Autoren setze ich mich gar nicht so sehr auseinander. Ein Buch muss für mich auch ohne einen berühmten Autor dahinter gut sein, der Name ändert nichts am Inhalt. Würde ich je ein Interview machen, sähe das natürlich anders aus, aber für eine Rezension bei mir ist (leider) keine Recherche nötig.


Machst du auch einmal eine längere Pause vom Bloggen?

Bisher nicht und ich hoffe, dass es nie nötig wird. Aber ausschließen kann man es ja auch nicht.


Beeinflussen dich andere Blogger oder Verlage über Themen oder Bücher zu schreiben? Wie groß ist dieser Einfluss?

Nicht absichtlich, nur indem sie meine Inspirationsquelle sind. Aber sie können das gern etwas mehr machen, ich bin noch lange nicht zufrieden mit der geringen Zahl meiner inhaltlichen Posts.


Wie entscheidend ist für die die Aktualität eines Buches? Schreibst du lieber über aktuelle Bücher oder ist der Erscheinungszeitpunkt egal?

Ich versuche sogar, keine Neuerscheinungen zu rezensieren, von meinen Lieblingsautoren abgesehen. Ich will auf keinen Fall Teil eines Hypes werden. Und eben auch nicht so ein Neuerscheinungsblogger, der sich auf jedes neue Buch stürzt wie ein Geier aufs Aas. Wobei ich diese Blogs gern lese, um vielleicht interessante Bücher für mich zu finden, so ist es nicht. Aber ich bevorzuge einfach entweder Bücher, die abseits des Mainstream laufen, oder die, die von der Zeit schon vergessen wurden. Ich weiß nicht genau, warum. Ich hatte schon immer ein Herz für die Außenseiter als einer von ihnen, schätze ich.

Bookish Apps (und Websites) ausprobiert

Diesen Beitrag habe ich im Januar für Wasliestdu.de geschrieben. Da ich die Seite aber schön lange nicht mehr besuche und obendrein seit dem weitere Apps dazugekommen sind, nun hier:

Mein kleiner und völlig unvollständiger Wegweiser durch den Garten der buch-thematischen Apps

Darüber hinaus möchte ich auch eine Website vorstellen, die mir vor zwei Tagen untergekommen ist. Doch fangen wir an.

Apps, um das eigene Regal zu sortieren oder das Lesen zu verwalten

Was man auf WLD und Goodreads ebenso wie bei Lovelybooks bereits machen kann, gibt es natürlich auch in App-Form.

 

  • BookBuddy:
    Hier kann man eine egene Bibliothek anlegen, den Büchern Stichworte und Lesedaten geben und vermerken, wem man welches Buch geliehen hat. Allerdings ist nur ein geringes Kontingent an verwalteten Büchern kostenlos, danach muss man für (wenn auch wenig) Geld kaufen, dass man unendlich viele Bücher verwalten kann.+ Einscannen per Strichcode | Verwaltung von verliehenen Büchern | Bewertungen | auf Deutsch erhältlich
    – Einmalige Kosten für mehr als 50 verwaltete Bücher | keinerlei Community-Funktionen | Keine Statistik
  • Readfeed:
    Ein wenig wie Goodreads oder auch WLD kann man hier Bücher hinzufügen und sich darüber austauschen.+ Einscannen per Strichcode | Communityfunktion
    – Schwer in der Bedienung | nur auf Englisch | Community erscheint sehr leer zu sein | keine Statistik

     

  • Goodreads (als App):
    Die App zur Website macht die Verwaltung der Bibliothek leichter als die Site selbst, so dass man unterwegs anhand des Strichcodes gleich schauen kann, ob man das Buch, das man gerade kaufen möchte, schon hat.+ Einscannen per Strichcode | Communityfunktion, die weit ausgebaut ist | Gewinnspiele | Statistiken | Möglichkeit, Büchern so viele Tags wie gewollt zu geben | recht übersichtlich
    – nur auf Englisch | in der Wahl des Leserpreises, wie in vielen anderen Dingen sehr auf Amerika zentriert | manuelles Hinzufügen von Büchern, die nicht im System sind, geht nur über die Website

     

Kostenlose Ebooks/Leseapps

Hier kommen die Apps, die entweder nur zum Lesen sind, oder aber bei denen man kostenlos neues Lesematerial erhalten kann.

  • Buch des Tages:
    Hier wird jeden Tag ein Ebook kostenlos zum Download bereitgestellt. Manchmal sowohl für iTunes als auch für Kindle, manchmal nur für eines der beiden Systeme.+ Ein kostenloses Buch am Tag
    – Die Bücher sind teils auch Dauer kostenlos als Werbeaktion, also kein Deal nur für die Nutzer der App | Die Bücher und Autoren sind alle ausnahmslos Nonames | Bücher und Autoren wiederholen sich teils innerhalb von wenigen Tagen | Teilweise wurde nicht einmal recherchiert, so dass sie nur die Leseprobe anbieten, das Buch selbst aber dennoch kostet

     

  • Serial Reader:
    Eine App, die Klassiker in ‚mundgerechte‘ Stücke teilt, so dass man jeden Tag etwa 10 Minuten daran lesen kann.+ Kostenlose Klassiker | In so kurze Stücke geteilt, dass man sie problemlos in den Tag einbauen kann | große, wachsende Auswahl
    – nur auf Englisch | wenn man weiter lesen möchte, muss man entweder auf den nächsten Tag warten, oder zahlen

     

  • readfy:
    Eine App, die kostenlos Ebooks zum Lesen anbietet+ Kostenlose Ebooks
    – Registrierung erforderlich | keine bekannten Autoren oder Verlage

     

  • Free Books:
    Eine weitere App für kostenlose Ebooks, die in der App gelesen werden können.+ Bücher und Hörbücher kostenlos | Klassiker | große Auswahl | teilweise auch Bücher auf Deutsch (z.B. Goethe )
    – vor allem englischer Content | nur die Bücher, die man wohl auch über das Projekt Gutenberg beziehen könnte

  • Wattpad:
    Eine App, die zwar ein paar Klassiker, aber eigentlich fast ausschließlich Fanfiction und von den Nutzern eingestellte sonstige Inhalte bereithält.

    + Gr0ße Auswahl | Alles kostenlos
    – Außer wenigen Klassikern keine lektorierten oder redigierten Werke | Unübersichtlich | Bei der Einteilung der eingestellten Geschichten völlig ohne Moderation | nur die Bücher, die man auch über das Projekt Gutenberg beziehen könnte

Soziale Medien und Community

Hier sind die Apps, die Leser weltweit mit einander verbinden, bei denen aber keine Sortierfunktion besteht oder aber diese im Hintergrund steht.

    • Instagram:
      Nicht allein für Bücher gemacht, findet sich hier doch eine ziemlich große Buchgemeinschaft.+ Wunderschön arrangierte Bilder von Büchern | teilweise Rezensionen
      –  oft aber auch lange, tagebuchartige Texte, die mit den Bildern nichts zu tun haben | wenig Austausch über Bilder hinaus

       

    • Litsy:
      Eine Art Instagram nur für Bücher.+ Ebenfalls wunderschöne Bücher | Aufteilung in Zitate, Notizen und Rezensionen | Möglichkeit, damit Bücher in SUB, am Lesen und Gelesen zu sortieren | trotz Sprache viele deutsche Bücher im System | Hosting von Wettbewerben und Challenges
      – nur auf Englisch | Community größtenteils englischsprachig | noch sehr neu und klein | Bilder müssen immer mit einem bestimmten Buch verknüpft sein, keine allgemeinen Statusmeldungen
    • book-date.de (Website):
      Gedacht war es wohl als eine Art buchorientierte Partner- und Freundschaftsbörse. Scheint noch recht neu zu sein, ist aktuell sehr minimalistisch gehalten.

      + deutsche Website
      – kompliziert und schwerfällig in der Handhabe | es fehlen Dinge, die z.B. Goodreads bietet, wie gemeinsame Bücher | keine vorgeschlagenen Nutzer, müssen per Hand über gemeinsame Bücher selbst gesucht werden

       

 

Sonstige:

Hier findet ihr die Apps, die nicht so ganz in die anderen Kategorien fallen:

 

  • Bookout:

    Hier kann man die Lesezeit aufzeichnen, die man für ein Buch braucht (gut für Lesemarathons).

    + Lesezeit tracken | Bücher per Strichcode einscannen | Zitate und Gedanken beim Lesen gleich festhalten, um sie nicht zu verlieren | Infografiken über das eigene Leseverhalten einsehen

    – Auf Englisch | ich glaube, keine Communityfunktion, aber soweit habe ich mich noch nicht durchgeklickt

  • Squirly:
    Auf den ersten Blick erinnert die App etwas an Placingliterature.com. Man kann sich anzeigen, an welchen Orten in der Nähe Szenen aus Büchern spielen und so zum Beispiel einen Literatururlaub planen. Auf den zweiten Blick fällt aber schnell auf, dass hier nur wenig zu finden ist, weil Autoren über ein Entwicklertool erst selbst ihre Bücher eintragen müssen.

    + Für Amerikaurlaube viele interessante Stellen
    – In Europa kaum etwas zu finden | Nutzer können nicht selbst Bücher und Orte hinzufügen | noch sehr unübersichtlich

Soweit meine Meinung über die wenigen Apps, die ich bisher ausprobiert habe. Einige mag ich schon wieder vergessen haben, weil ich sie aus Frust sofort gelöscht habe, und Apps wie WordPress und Bloglovin‘, die eher der Überblick über Blogs und damit nur indirekt dem Austausch über Bücher dienen, habe ich außen vorgelassen. Ich hoffe, wer auf der Suche nach etwas in dem Bereich war, wird hier fündig und freue mich, vielleicht durch eure Hilfe noch weitere interessante Apps kennen zu lernen.