Germany’s Next Topbook – Tag

Anlässlich des Finales von Germany’s Next Topmodel gestern startete offenbar dieser kleine Tag hier, den ich bei Zeilenzauber entdeckte. Zwar habe ich GNTM für dieses Jahr schon vor Wochen aufgegeben, als die letzte interessante und sympathische Kandidatin flog, aber bei Topbüchern bin ich doch immer dabei. Wie gut, dass hier auch jeder getaggt wurde, der mitmachen möchte.

 

1. GoSee: Gesehen und ohne große Gedanken in den Warenkorb gepackt

Dieses kleine Büchlein hier habe ich bei den Mängelexemplaren bei einer unserer unabhängigen Buchhandlungen in der Stadt gesehen. Zwar bin ich normalerweise kein Freund von Parodien und Verspottungen – sowohl Barry Trotter als auch Blarnia fand ich furchtbar und vulgär -, aber ich bin ein Trekkie. Das ist eigentlich meine einzige Ausrede. Hier wird Star Trek Fankultur zum Mittelpunkt des Settings gemacht und daher musste ich es haben.

 

 

2. Black & White: Die zwei Teams der neuen Staffel

Weiße Bücher zu finden, ist bei mir schwer. Fast jedes Fantasybuch ist schwarz – und hier freu ich mich schon sehr auf den zweiten Teil von Trudi Canavans neuer Trilogie – aber weiß findet man fast ausschließlich bei Nonfiction. Damit hat Team Schwarz bei mir im Bücherregal eigentlich schon gewonnen. Dennoch hoffe ich, dass auch die skurrilen Gerichtsfälle von Team Weiß mir ein paar schöne Lesestunden kreieren werden.

 

3. Heidi: Old but Gold – ein Absolutes Highlight von vor einiger Zeit 

Das muss die Brautprinzessin sein. Dieses Buch ist, glaube ich, älter als ich. Und dennoch kann es mit seinem Witz, seinen epischen Schlachten, seinen politischen Intrigen, Monstern, Rache und Liebe mit den meisten Bestsellern heutiger Zeit mithalten. Eigentlich ist es, in meinen Augen, sogar um Längen besser als fast alles der heutigen Zeit. Und auch das Hörbuch ist empfehlenswert. Bela B. und dazu Jochen Malmsheimer, es gibt kaum schönere Stimmen als die der beiden Herren.

 

 

 

4. Die Kandidatinnen – Ein vielversprechendes Buch von deinem SuB 

Hier kann ich mir sicher sein, dass der Roman mir gefallen wird, war doch schon der Film so episch, dass er vermutlich – hoffentlich – uns alle überleben wird. Ein Manifest dafür, frei zu leben, sich nicht in Konformität pressen zu lassen, und seine Träume nicht aufzugeben. Aber gleichzeitig auch ein Mahnmal, dass das ab und an einen hohen Preis kostet. Ich freue mich schon sehr auf das Buch und bin mir ziemlich sicher, dass es dieses Jahr noch gelesen wird, egal, wie weit mein SUB noch in die Höhe wachsen mag.

 

 

5. Innere Schönheit: Tolles Äußeres – noch tolleres Inneres

Das ist eines der besten Cover, das ich je gesehen habe. Diese Mühe, die dahinter steckt, aber auch, dass es auch zu ertasten ist. Das ist es, was ich an Covern liebe. Aber auch der Inhalt kann begeistern. Ich war anfangs dem Film gegenüber skeptisch, aber das Screenplay hat mich davon überzeugt. Man kann beim Lesen den Film schon im Kopf sehen, ohne je mehr als den Trailer betrachtet zu haben. Sehr gut geschrieben, aber auch innen drin liebevoll verziert.

 

 

6. Natürliche Schönheit: Auch ohne Schutzumschlag ein Traum

Dieses Büchlein hier hat gar keinen Schutzumschlag. Das Cover aber ist einfach wunderschön. Ich mag es nicht wirklich, wenn Menschen auf Covern zu sehen sind. Das hier ist eher meine Welt. Wenn schon keine Verschnörkelungen, dann der Blick auf das Weltall in seiner Größe und Schönheit.

Wobei ich zugeben muss, dass dieser Punkt mir sehr schwer fiel. Wie bemisst man Schönheit und was heißt ‚ohne Schutzumschlag‘? Soll das den Text meinen, oder doch das Oberflächliche, das Äußere? Bei letzterem ist dieses Buch hier unter meinen Lieblingen, gelesen habe ich es aber leider noch nicht.

 

7. Casting: Ein Buch, das ihr gerne casten wollt

Dieses Buch hier würde ich gern casten. Ich liebe ja die Ghostsitter-Reihe, wie meine Leser wohl wissen. Aber ein Grund mehr ist, dass ich den Vampir in einem Foren-Rollenspiel verkörpere und es gar nicht so leicht war, eine passende Avatar-Figur dafür zu finden. Er musste ja nicht nur vom Gesicht her passen, sondern auch die Kleidung musste antik wirken.

Alleine schon, weil ich hier einen nicht ganz befriedigenden Kompromiss schließen musste, würde ich so gerne das Buch casten. Damit ich den perfekten Vlarad finden kann. Aber auch die anderen Charaktere wären eine Herausforderung, von der ich glaube, dass sie Spaß machen würde. Für Zombie Wombie hätte ich dabei gern eine Zeitmaschine, um Robert De Niro aus der Zeit zu holen, wo er für Kenneth Branagh das Monster in Frankenstein spielte.

 

8. Fotoshoot: eine Geschichte, die ihr ablichten wollt

Noch ein Tommy Krappweis-Roman. Hier aber aus etwas pragmatischeren Gründen. Ich bin Mara-Fan der … vielleicht nicht ersten, aber anderthalben Stunde und fand auch die Verfilmung des ersten Bandes wunderbar. Damals durfte ich auch einen Tag am Set verbringen und schaue mit Freuden auf den Ausflug zurück. Und das, obwohl ich nicht zu den Leuten gehöre, die gern aus dem Haus gehen und unter vielen Menschen sind.

Entsprechend war es eine Enttäuschung für mich, dass der Film trotz guter Kritiken und, wenn ich mich recht erinnere, sogar Preisnominierungen floppte, wurde er doch als Kinderfilm ins Programm gesetzt und fand so nicht sein Publikum (zwar auch Kinder, aber vor allem wir Fantasy-Nerds). So kam leider bisher die Fortsetzung nicht zustande. Und da Mara nun einmal im Buch 14 und im Film 15 ist, sollte sie auch jung aussehen. Da ich Umbesetzungen nicht allzu sehr leiden kann, müsste also für mich Film 2 gedreht werden, solange Hauptdarstellerin Lilian Prent noch jung aussieht. Also würde ich das gerne ablichten wollen. Schnell. Am besten gestern.

 

9. Catwalk: Ein Buch, das auf dem SuB an allen anderen vorbeiläuft.

Obwohl ich dieses Buch erst letzte Woche bekommen habe, zieht es an den anderen etwa 250 Büchern vorbei und liegt jetzt ganz oben auf meinem SUB. Wie gesagt, ich bin Trekkie. Und ich hoffe, so die Geschichte zu lesen, wie Spock und Kirk sich das erste Mal trafen, sich möglicherweise anfangs nicht ausstehen konnten, und letztlich doch Freunde wurden. Als Fanfiction habe ich das in unzähligen Varianten lesen können, aber die offizielle Version interessiert mich dann doch ein bisschen mehr als alles, was wir Fans uns ausmalen können.

 

 

Und nun seid ihr dran. Wenn ihr mögt, fühlt euch getaggt und macht mit.

Neuzugänge, Gratis Comic Tag und das Einlösen eines alten Versprechens

Am letzten Samstag war Gratis Comic Tag und das hat mich dazu veranlasst, in die Stadt zu fahren und ein paar Comics einzusammeln. Dafür war ich zuerst bei einer großen, unabhängigen Buchhandlung in meiner Stadt, doch dort gab es die meisten Comics, die ich haben wollte, schon seit Stunden wohl nicht mehr. Das Schicksal, wenn man nicht in der Stadt wohnt.

Also ging es weiter zu einer kleinen Comicbuchhandlung, die auch an der Aktion teilnahm, und von der ich dachte, ich wäre noch nie in meinem Leben da gewesen, und das, obwohl sie innenstadtnah lag. Dort angekommen biss ich mir in den Hintern. Dieser kleine Laden war nicht nur fantastisch, ich muss ihn auch schon eigentlich seit mindestens neun Jahren kennen. Er lag genau in der Passage, die ich zwei Jahre lang viermal in der Woche passiert habe, um zu meinem Erdkunde-LK an unserer Partnerschule zu kommen, als ich in der Oberstufe war. Und ich wusste hinterher sogar, dass ich mir jedesmal, als ich damals an dem Laden vorbei kam, dachte, dass ich da eines Tages mal rein muss. Peinlich. Jetzt endlich habe ich aber dieses Versprechen mir gegenüber eingelöst und war dort drin. Wie gesagt, er ist fantastisch. Eng, vollgeräumt mit Romanen, Comics, Spielen, Sammelfiguren und allem anderen, was thematisch ansatzweise passt, total unsortiert, und einfach nur charmant chaotisch. Mein Traumzuhause.

Hier habe ich dann die mir fehlenden anderen drei Comics, die ich mir ausgesucht hatte, erhalten. Und meine Mutter, die mich begleitet hat, gleich noch einige mehr. Aber wie das Leben eines Buchfreundes so spielt, konnte ich natürlich nicht anders, als noch ein wenig zu schmökern und so fielen auch noch andere Bücherlein in meine Hände und Geld aus meinem Portemonnaie zum Ladenbesitzer hin.

 

 

Aber das war noch längst nicht alles an Neuzugängen. Bereits einen Tag zuvor hatte ich auf Anraten einer anderen Bloggerin nach einem bestimmten Star Trek-Roman im Internet geschaut. Natürlich landete ich bei Kleinanzeigen und natürlich löste dort jemand seine Sammlung auf. Und ehe ich mich versah, hatte ich 15 Romane bestellt, die diese Woche dann ankamen.

Darüber hinaus habe ich dann auch noch zwei Romane bei mir selbst wiedergefunden, die ich noch nicht bei Goodreads eingetragen hatte, darunter eine Leihgabe meines Vaters, die auch schon wieder bestimmt zwei Jahre darauf wartete gelesen zu werden. Und dies, meine Lieben, ist die Geschichte davon, wie mein SUB wieder über die selbstgesetzte Grenze von 250 wuchs und wie ich dennoch sehr glücklich wurde, weil … Naja, Star Trek!

 

Demnächst folgt ein kleiner Rezensionspost zu den Gratis Comics. Aber verratet mir doch derweil mal, ob ihr auch welche abgestaubt habt und wie sie euch bisher so gefallen haben.

 

Theodore Cogswell, Charles Spano – Spock Messiah

Bildergebnis für Spock messiah

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 1976
  • Verlag: Corgi Books
  • ISBN: 0552102814
  • Taschenbuch  186 Seiten
  • Sprache: Englisch

 

Klappentext: 

Beaming down to the unvisited planet Kyros, the crew of the Enterprise experiment with a new telepathic investigation devise that links them with the minds of the Kyrosians. But an error makes Spock the telepathic captive of a madman, a paranoid wondering preacher who believes he has been chosen to purge the planet of sin. And when Spock’s Vulcan genius is linked to the preacher’s spell binding power, a holy war breaks out for control of Kyros. The only way Captain Kirk can save the planet, and the lives of his crew is by killing Spock.

Inhalt: 

Als Versuchskaninchen eines neuen Instruments für die Erforschung fremder Zivilisationen, werden einige Sternenflottenoffiziere so an die Bewohner des Planeten gebunden, dass ein Implantat ihnen Zugang zum Hirn eines ausgewählten ‚Wirtes‘ gewährt, so dass sie nicht nur die Sprache, sondern auch die Verhaltensweisen übernehmen können.

Von Anfang an ist man skeptisch. Wird Spock den mentalen Kontakt zu einem Wesen aushalten, das längst nicht so logisch und kontrolliert ist, wie ein Vulkanier. Schon bald gibt es mit anderen Mitgliedern des Außenteams Probleme aufgrund ihres Implantats und dann ist auch noch Spock verschwunden.

Als auch noch eine Nova und eine Welle tödlicher Strahlung auf die Enterprise zukommen, stellt man schnell fest, dass Spock das Schiff sabotiert hat. Ohne Warpantrieb kann das Schiff sich nicht in Sicherheit bringen, doch die Dilithiumkristalle, die dem Schiff Energie geben, sind von Spock gestohlen worden. Und dann erklärt dieser sich auch noch zum Messias des Planeten und ruft zum heiligen Krieg auf. Die Zeit für die Enterprise läuft ab und um zu sich in Sicherheit zu bringen, müssen sie Spock stoppen.

 

Charaktere: 

Spock ist hier verständlicherweise Out of Character dargestellt, das aber auch gut erklärt. Ebenso benehmen sich die anderen Crewmitglieder sich abweichend, wann immer sie an einen Planetenbewohner gebunden sind.

Einzig Kirk zeigt auch vorher schon ein Verhalten, dass nicht mit der Serie zu vereinbaren ist. Während man oft genug gehört hat, dass McCoy Spock als wandelnden Computer bezeichnet, hat Kirk das in der Serie nur ein einziges Mal getan, und da nur, weil er Spock zu einem emotionalen Ausbruch reizen musste.

Im Buch wird die Freundschaft von Kirk und Spock aber heruntergespielt und fast schon verneint. So macht Kirk sich nie Sorgen um Spocks Wohl und es wird auch gesagt, dass McCoy sein einziger Freund an Board sei, was so der Serie stark widerspricht. Zwar wird der Kontrast zwischen Spock als emotionaler Messias und dem echten, kühlen und logischen Spock benötigt, um die Ernsthaftigkeit der Lage deutlich zu machen, aber die beiden Autoren gehen hier etwas zu weit, indem sie eine Grundlage der Serie angreifen.

 

Fazit: 

Die Geschichte an sich ist interessant ausgeschrieben, wenn auch teilweise ein wenig zu detailliert, wann immer sich die Crewmitglieder als Planetenbewohner tarnen. Es scheint, dass die Autoren das Bedürfnis haben, aus Sicht der Enterprise primitiv wirkendes Leben so genau wie möglich zu beschreiben. Aber die größte Schwäche des Romans ist der Bruch mit der Serie, sowohl in den sozialen Beziehungen, als auch in einigen anderen Fakten, die einfach der Serie widersprechen.

Wenn man darüber hinweg sehen kann, ist der Roman allerdings eine spannende Abenteuergeschichte, die durchaus unterhalten kann.

[Kurzrezension] Allan Asherman – The Making Of Star Trek II

Allan Asherman geht in seinem Making Of zum Zorn des Khan von 1982 sehr genau auf die Prozesse vor, während, aber auch partiell nach der Produktion ein.

Während nicht allzu spannend ist, welche Effektfirmen wie lange vorstellig waren, um dann einen Kostenvoranschlag zu erstellen, sind gerade die verschiedenen Ideen, die zur Storyline geführt haben, aber auch winzige Regieentscheidungen, gerade im Zusammenhang mit Spocks Tod, interessant und hintergründig dargestellt.

Etwas mehr Liebe wäre bei der Vorstellung der Enterprise-Crew abseits des Triumvirats schön gewesen. Hier klingen die kurzen Beschreibungen eher wie billige Werbetexte und Interviews wurden nur mit den ‚Stars‘ – mit Ausnahme Shatners – sowie Produzent und Regisseur geführt. Hier wäre noch etwas mehr Liebe zum Detail schön gewesen. Alles in allem aber, auch mit den Behind the Scenes-Fotos und den ersten Zeichnungen für de Effekte, eine schöne und kurzweilige Lektüre für Trekkies.

 

Montagsfrage #14

 

Auch heute geht die Woche wieder mit einer Frage vom Buchfresserchen los. Heute:

Welches Buch hast du zuletzt deiner Wunschliste hinzugefügt und wie bist du darauf aufmerksam geworden?

Um ehrlich zu sein, führe ich keine so strenge Wunschliste, wie andere das tun. Ich hab sie zwar in den vergangenen Wochen auch zum Teil meines Blogs gemacht, aber als vollständig kann man sie kaum bezeichnen. Immer wieder sehe ich irgendwo Bücher, bei denen ich denke, dass ich sie haben will. Und weil ich gerade nur am Handy online bin, bin ich zu faul, sofort den Blog zu stürmen und meine Wunschliste zu aktualisieren. Ich denke mir, dass ich das ja so schnell nicht vergessen werde. Und dann tu ich es doch.

Oder es ist, wie mit meinem tatsächlich neuesten ‚Will haben‘-Buch. Bei Ghostsitter Band 4 weiß ich genau, dass ich es rund um den Erscheinungstag eh kaufen werde und mich da nicht einmal ein bestehendes Kaufverbot aufhalten könnte – was ich zum Glück gerade eh hinter mir gelassen habe.

BildergebnisAber wenn ich es eh selbst kaufen will und das unter keinen Umständen vergessen werde, warum dann auf die Liste schreiben, ist sie doch eher eine Schenkanleitung für meine Familie für Geburtstag und Weihnachten, sowie ein Gesuch für Blogger, die das jeweilige Buch vielleicht gebraucht loswerden wollen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das letzte Buch, bei dem ich dachte „Das muss ich haben“, war
Ghostsitter, worauf ich deshalb gestoßen bin, weil neulich die Frage war, auf welche Neuerscheinung man sich noch freut. Ich hab keinen Überblick über Neuerscheinungen und lese im Schnitt eher Altes, also hab ich etwas recherchiert und festgestellt, dass eine meiner Lieblingsreihen schon nächsten Monat weitergeht.

Das letzte, das ich tatsächlich auf die Wunschliste (damals noch als Facebooknotiz) geschrieben habe, weiß ich hingegen leider nicht mehr. Das war ein ganzer Schwung nach dem Leserpreis von Lovelybooks, unter anderem „Spock und Ich“ von William Shatner.

 

Und was ist euer neuestes Wunschbuch?

Richard J. Anobile – Star Trek II Photostory

Star Trek II: The Wrath Of Khan: Photostory

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 1982
  • Verlag: Associated Book Publishers
  • ISBN: 0-416-43080-5
  • Taschenbuch  160 Seiten
  • Sprache: Englisch

Klappentext: 

Witness the drama, feel the suspense, see the startling special effects – as Kirk, Spock, Scotty and he crew of the Enterprise battle to save the universe!

Inhalt: 

Ein Team von Forschern arbeitet am Projekt Genesis, das Leben aus der Leblosigkeit erschaffen will. Bei der Suche nach einem geeigneten Testplaneten kommt ein Sternenflottenschiff zum mittlerweile von Wüsten beherrschten Ceti Alpha V, wo vor vielen Jahren Kirk dem genetisch modifizierten Khan und dessen Crew Siedlungserlaubnis gegeben hat, damit sie sich eine Welt erobern können.

Wenig später zerstörte eine Naturkatastrophe die lebendige Flora und Fauna des Planeten und tötete viele von Khans Männern. Sinnend auf Rache bemächtigt er sich der Offiziere auf dem Planeten und deren Schiff und macht sich auf, Genesis zu stehlen und Kirk umzubringen. Der ahnt währenddessen gar nicht, was vor sich geht und geht dem Hilferuf der bedrohten Genesis-Forscher nach. Immerhin ist darunter auch sein Sohn.

 

Aufbau:

Unscharfe Bilder werden teils mit Bildunterschriften, die selten mehr als Dialogfetzen sind, unterlegt.

 

Fazit: 

Die Geschichte an sich ist eben der zweite Star Trek-Film und damit eigentlich gut. Aber hier trifft eine sehr gekürzte Variante, die einiges an Charakterinformationen (Kirks Allergie und Angst vor dem Alter) rauslässt, und auch selten auf die Emotionen hinter den Dialogen eingeht, auf unscharfe, schwarz-weiße Bilder, die selten wirklich erahnen lassen, was an der Stelle im Film gerade vor sich geht. Einen Zusatzstern habe ich nur gegeben, weil zumindest Spocks Tod immer noch Emotionen transportiert. Ansonsten ist das Buch aber leider von ziemlich schlechter Qualität in Herstellung und Umsetzung.

James Blish – Spock must die!

Star Trek: Spock Must Die!

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 1970
  • Verlag: Bantam Books
  • ISBN: 0-553-12589-3
  • Taschenbuch  118 Seiten
  • Sprache: Englisch

 

Klappentext: 

Captain Kirk and the crew of the starship Enterprise find themselves in the middle of an undeclared war waged by the Klingon Empire…
The Organians should be consulted about the war but their entire planet has disappeared – or been destroyed…
Mr. Spock entered the transporter chamber. His image would be flashed to Organia by the huge machine’s faster-than-light tachyons. But the experiment failed. Suddenly there were two Mr. Spocks. One of them had to be destroyed…
BUT WHICH ONE?

Inhalt: 

Sie sind nur auf einer Routinemission, einen noch nicht kartografierten Teil des Raumes nahe der klingonischen Grenze zu erkunden, da bricht auf einmal ein Krieg zwischen Föderation und Klingonen aus, ein Bruch des Vertrags von Organia.

Weit weg vom Rest der Sternenflotte, ohne Möglichkeit, diese zu kontaktieren, ohne den eigenen Standort auch den Klingonen preiszugeben, überlegt die Crew der Enterprise, wie sie Kontakt mit Organia aufnehmen kann, dessen Bewohner die Einzigen sind, die den Krieg noch aufhalten können. Eine neue Art Transportersystem wird getestet, doch anstatt dass nur ein Abbild Spocks bis nach Organia reist, während das Original an Board bleibt, hat man plötzlich zwei Spocks und keine Ahnung, welcher der Echte ist. Dabei ist dessen Hilfe beim Beenden des Krieges unabdingbar.

 

Charaktere: 

Hier passiert so wenig wirkliche Handlung, so wenig Dialog abseits wissenschaftlicher Definitionen, dass die Charaktere kaum als sie selbst zu erkennen sind. Einzig McCoys Abneigung dem Transporter gegenüber wird aufgegriffen, sowie Scottys schottischer Dialekt schon regelrecht übertrieben dargestellt.

 

Fazit: 

James Blish sollte lieber wissenschaftliche Artikel schreiben. Auf gerade mal 118 Seiten Fließtext hat er Konstruktivismus, Ernährungsbiologie, Astrophysik und die philosophische Frage nach der Unsterblichkeit der Seele in epischer Breite diskutiert und die Handlung auf ein Minimum gekürzt.

So greift er für seine Geschehnisse auf Erklärungen zurück, die – falls überhaupt tatsächlich mit unseren Naturgesetzen zu vereinbaren – für den Laien nicht verständlich sind. Selbst der konstruktivismustheoretische Anteil ist ziemlich hochtrabend beschrieben, so dass ich selbst, obwohl Konstruktivismus Teil meines Studiums war, nicht folgen konnte. So bleibt die wenige Handlung, die stattfindet, nicht nachvollziehbar und wirkt selbst für Science-Fiction schon in einem Übermaß krampfhaft konstruiert, nicht glaubhaft.

Was aber noch störender ist, ist die Selbstverständlichkeit, mit der Blish an das Unterproblem der Geschichte herangeht. Noch bevor klar geworden ist, dass die Spock-Replik ein bösartiges Spiegelbild ist, steht schon fest, dass einer von beiden sterben muss, nur weil es ja nicht zwei erste Offiziere geben kann. Andere Möglichkeiten werden nicht einmal in Betracht gezogen (wie z.B. mit William T. und Thomas Riker in Star Trek: The Next Generation). Er nutzt weder die emotional-psychologische Ebene der Begegnung der zwei Spocks aus, noch den humoristischen Aspekt, den Diskussionen der beiden (vielleicht auch mit McCoy) mit sich bringen könnten. Einzig Humor kommt auf, bei einem Vorschlag, wie man herausfinden kann, welcher Spock der Echte ist: Janice Rand soll beide küssen. Der, der reagiert, ist die Kopie.

Aber insgesamt ist der Roman ein Reinfall. Er greift die Stimmung der Originalserie nicht auf, geht kaum auf die Möglichkeit ein, dass Kirk vielleicht seinen besten Freund töten muss (der den Spocks gegenüber hier ziemlich oft eine Härte zeigt, die selbst in den schlimmsten Momenten der Serie so nicht aufkommt) und bedient sich einer Sprache, die selbst Wissenschaftler in Amerika so in ihren Veröffentlichungen normalerweise nicht verwenden, da Amerikaner im Vergleich zu Deutschen versuchen, ihre Abhandlungen verständlich zu halten.  Viel Potenzial, nichts draus gemacht.

 

Peter David – Überleben

Überleben (Star Trek: Starfleet Kadetten #4)

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 1995
  • Verlag: Heyne Bücher
  • ISBN: 3-453-09053-5
  • Taschenbuch   120 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

Durch kriegerische Auseinandersetzungen wurde die gemeinsame Kolonie der Föderation und der Klingonen auf dem abgelegenen Planeten Dantar zerstört.
Starfleet Kadetten und klingonische Kadetten kämpfen gemeinsam ums Überleben auf dieser unwirtlichen Welt mit ihren extremen Wetterbedingungen und ihren unbekannten Gefahren.
Die Vorräte werden knapp. Es kommt erneut zu Reibereien zwischen klingonischen und Starfleet Kadetten, wobei Worf immer wieder durch seine Vermittlungsversuche zwischen die Fronten zu geraten droht.

Aber bald merken sie, dass sie auf dieser Welt nicht allein sind. Dantar ist der Stützpunkt einer unbekannten, gefährlichen raumfahrenden Kriegerrasse. Die jungen Leute müssen unter allen Umständen zusammenhalten und ausharren, bis Hilfe kommt, wenn ihr erster Ausflug in den interstellaren Raum nicht ihr letzter sein soll.
Hintergrund

Inhalt: 

Zu einer gemeinsamen Konferenz eingeladen, müssen drei klingonische und fünf Föderationskadetten bald um ihr Überleben bangen. Nach einem Angriff eines bislang unidentifizierten Feindes haben sie sich tapfer zum Verbleib in der zerstörten Basis gemeldet, weil nicht genug Raum in den Fluchtkapseln war, um alle zu transportieren. Doch mit dem schwachen Sender, der ihnen geblieben ist, können sie niemanden erreichen und mit jedem verstreichenden Tag sinkt auch die Hoffnung, dass die Fluchtkapseln Hilfe holen konnten. Dabei gibt es unter den Verbliebenen zunehmend Spannungen, die nicht mal Worf, der als klingonischer Sternenflottenkadett zwischen beiden Gruppen steht, verhindern kann.

Als dann durch Zufall das abgestürzte Schiff des Feindes, samt dessen Piloten, gefunden wird, bringt das für die acht Kadetten gleichzeitig tödliche Gefahr und neue Hoffnung, gerettet zu werden.

 

Aufbau:

In zwölf, teils mit großen, aber guten Zeichnungen illustrierten Kapiteln erstreckt sich die Geschichte über nur 120 Seiten, hätte durchaus aber mehr füllen können, ohne langweilig zu werden.

 

Charaktere: 

Hier lernen wir Worf, den späteren Sicherheitsoffizier der USS Enterprise D als Kadetten kennen, der als Anführer der Sternenflottenoffiziere mit der späteren Botschafterin K’Ehleyr, der Anführerin der Klingonen, kooperieren muss, um zu überleben. Worf wirkt ein wenig out of character, ist er hier doch deutlich besonnener und kontrollierter als in der späteren Serie. K’Ehleyr ist aber wie gewohnt ruhig, mutig und stark.

Insgesamt ist die Dynamik zwischen allen beteiligten Charakteren interessant. Trotz der Kürze werden alle, mit Ausnahme eines Klingonen, mit ihren Eigenheiten dargestellt und so greifbar gemacht. Auch kleine Marotten, die Nebencharaktere liebenswert erscheinen lassen, wurden eingearbeitet.

 

Fazit: 

Obwohl ich eigentlich lieber TOS-Bücher lese, wenn es um Star Trek geht, hat mich ‚Überleben‘ doch sofort gefesselt und obwohl ich es nur zum Sport lesen wollte, weil mein Hauptbuch dafür zu schwer ist, konnte ich es hinterher nicht mehr aus der Hand legen.

Dennoch muss ich einen Stern abziehen, und zwar tatsächlich weil dieses Buch mir zu kurz war. Normalerweise mag ich kurze Romane, die unnötige Schwafelei auslassen, doch hier hätte ich mir noch mehr Tiefe, noch mehr Charakterstudie gewünscht, weil die Situation mit vier verschiedenen Spezies (Klingone, Mensch, Brikar und Vulkanier) sicher noch einiges mehr hätte hergeben können. Dabei ist die Geschichte in sich durchaus geschlossen und das Ende zufriedenstellen. Man fühlt sich nicht leer zurückgelassen. Aber dennoch habe ich das Gefühl, dass es noch etwas besser hätte werden können, hätte man sich nur noch ein paar Seiten mehr Platz gelassen.