Top Ten Thursday – Bücher für den Sommer

 

Obwohl ich mich in letzter Zeit von Aktionen fern halte, weil sie selten wirklich einen Mehrwert für den normalen Blogleser bieten, möchte ich doch diese Woche wieder am Top Ten Thursday von Steffi teilnehmen. Denn diese Woche geht es um die „10 Bücher, die du gerne im Sommer lesen möchtest“. Ich beziehe das einfach mal auf den aktuellen Sommer. Und dann brauche ich tatsächlich diese Liste. Denn ich habe hier noch das eine oder andere geliehene Buch, das eigentlich mit Bookcrossing weiterreisen soll und das doch seit Monaten bei mir liegt.

Wenn ich nun diese Liste öffentlich mache, ist das so etwas wie eine Selbstverpflichtung, aber mit Zeugen, die mir notfalls auf die Finger hauen können.

  • Die Geliehenen (von denen ich erst jetzt bemerkt habe, dass sie bei Goodreads noch fehlen):
    Valerie kochtDie letzten Tage von Rabbit Hayes
    Beide Bücher habe ich von meiner Mutter als Empfehlung bekommen. Sie gibt ihre Bücher oft lieber über Bookcrossing weiter, anstatt sie zu verkaufen, was ich sehr bewundernswert finde. Ich hingegen schaue immer erst auf den Preis, und wenn der mir für die Qualität des Buches zu niedrig ist, dann erst gebe ich das Buch weiter. Dann denke ich mir, dass es mehr bringt, jemandem eine Freude zu machen, als vielleicht 50 Cent dafür zu kriegen.
    Aber ich habe gestern schon über meine Probleme mit Zeitdruck geredet. Und genau das habe ich auch hier. Ich weiß, sie müssen irgendwann weg, und das blockiert mich. Also ist diese Liste vielleicht eine Hilfe. Mit Tritt in den Hintern ‚arbeite‘ ich meist besser.

 

  • Die Angefangenen, die irgendwie (noch) nicht fließen wollen:
    The Tears of the Singers
    The Extraordinary Journey of the Fakir Who Got Trapped in an IKEA WardrobeDiese beiden hier sind nicht etwa uninteressant. Ich kann gar nicht genau festmachen, woran es liegt, dass ich so langsam voran komme. And Tears of the Singers lese ich nun schon die dritte oder vierte Woche und normalerweise brauche ich für ein Buch dieser Länge maximal 5 Tage. Vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte zwar so spannend ist, dass ich wissen will, wie es ausgeht, aber teilweise sehr viel Details über Musiktheorie beschrieben werden, die für die wissenschaftliche Erklärung (SCIENCE Fiction eben) nötig, für mich aber gänzlich unverständlich ist.Beim Fakir liegt es wohl einfach an den sehr kurzen Kapiteln und daran, dass es mein Badezimmerbuch ist. Wenn man sich sagt ’nur ein Kapitel‘ und das dann nur zwei Seiten hat, dauert es eben.

    Anna Karenina
    Und bei Anna Karenina … Ich weiß nun, warum alle bei Tolstoi die zu vielen Charaktere bemängeln, die man schwer auseinander halten kann. Ich WILL es lesen. Und ich will es mögen. Aber ich komme einfach nicht in die Geschichte hinein. Bisher ist Anna Karenina selbst noch nicht einmal aufgetreten, oder ich habe sie völlig übersehen, und schon überlege ich, abzubrechen. Aber wenn ich abbreche, werde ich die Rory Gilmore-Lesechallenge nie beenden können. Also hoffe ich, dass die Geschichte klarer wird und mal mehr passiert. Immerhin ist es doch ein Klassiker, die sollten doch mehr bieten, als nur pochende Kopfschmerzen, oder?

 

 

  • Die SUB-Leiche:
    Doctor Who: The Art of Destruction
    Tatsächlich habe ich viele der ältesten SUB-Bücher in letzter Zeit schon abgebaut. Die, die schon 7+ Jahre da lagen, sind zum größten Teil weg. Aber gerade meine Doctor Who-Bücher, die ich entweder 2009 bei meiner Kursfahrt oder 2010 bei meiner ‚Die Reise kriegst du zum Abi geschenkt‘-Londonreise bei Forbidden Planet (große Empfehlung, solltet ihr je nach London fahren) gekauft habe, liegen teils noch unberührt im Regal. Durch den Wechsel vom 10. zum 11. Doctor habe ich lange Probleme gehabt, überhaupt nur wieder die alten Folgen zu schauen. Es tat einfach weh, dass etwas, was mir so wichtig war, zu Ende war. Und so bin ich nie dazu gekommen, die Bücher mit dem 10. Doctor zu lesen. Ich wollte nicht daran erinnert werden, was ich verloren habe. Es wird aber endlich Zeit, darüber hinweg zu kommen, immerhin ist es auch den Büchern gegenüber gemein, sie ewig liegen zu lassen. Also möchte ich eines dieser nun schon so lange wartenden Bücher diesen Sommer lesen.

 

  • Die Vorfreude-Bücher:
    Die genial gefährliche Unsterblichkeitsschokolade
    Schon als dieser Titel vor ein paar Jahren in meinen Amazonempfehlungen auftauchte – das muss zur Zeit des ersten Ghostsitterbandes gewesen sein -, klang er einfach zu gut, um ihm zu widerstehen. Aber das Buch war lange Zeit einfach sehr teuer und ohne Einkommen … Naja. Nun habe ich es aber endlich gebraucht bekommen und freue mich auf sprechende Tiere und vor allem auf Schokolade. Die muss bei einem Buch dieses Titels doch dringend nebenher gefuttert werden.Sei du selbst, alles andere wirst du eh verkacken: Geschichten für mehr Mut im LebenAuch hier handelte es sich um Liebe auf den ersten Titelblick. Bisher kann ich noch nicht allzu viel dazu sagen, aber es wirkt liebevoll gemacht. Im Text sind hier und da kleine Zeichnungen, die das Ganze auflockern. Damit kriegt man mich schon geködert.

    Mein königliches Tagebuch - Top SecretDas geheime Tagebuch der Queen wurde von meiner Mutter aus einem offenen Bücherregal ‚erbeutet‘. Hier bin ich ziemlich gespannt, denn oft sind solche Bücher, die bekannten Persönlichkeiten quasi Dinge in den Mund legen, einfach nur schlecht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass endlich mal ein Gutes darunter ist. Und bei der Queen hat man – dank hoffentlich genutztem britischen Humor – da doch vielleicht eine ganz gute Chance.

    The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making (Fairyland, #1)Und zu guter Letzt dieses Buch hier. Die Sortierung in Rottöne von Orange zu Dunkel war übrigens keine Absicht und ist mir auch gerade erst aufgefallen. Gefällt mir aber. Wie dem auch sei, über das Buch hier hat man in englischsprachigen Blogs vor Jahren fast nur Gutes gelesen. Es wurde ziemlich gehyped, ich habe aber das Gefühl, dass es in Deutschland nie richtig ankam. Oder habe ich es nur übersehen? Jedenfalls habe ich es als Zufallsfund im Urlaub auf einem Flohmarkt entdeckt (Ein Flohmarkt direkt am Deich, mit Meersalz in der Luft. Das Paradies!) und konnte einfach nicht widerstehen. Man hat so viel davon gehört und jetzt sehe ich endlich, ob es wirklich so toll ist, wie alle sagen.

 

So, und damit steht meine Leseplanung für die nächste Zeit. Da in 10 Tagen ja Readathon ist, hoffe ich aber, dass diese Liste schon diesen Monat abgelesen wird. Und vielleicht habt ihr ja, trotz mangelnder Zusammenfassungen (sowas lese ich mir ungern durch, wenn ich ein Buch noch nicht kenne), das eine oder andere gefunden, was euch selbst interessiert und der Beitrag hatte auch für euch einen gewissen Wert. Ansonsten dürft ihr mir wenigstens in den Hintern treten, sollte ich abseits der Liste lesen. Das ist doch auch schon was.

#readbooks30dayschallenge

bookblog_challenge

 

Bei Elizzy von Readbooksandfallinlove habe ich bereits am Anfang des Monats diese Challenge gesehen. Die ersten paar Tage war ich auch bei Instagram recht eifrig dabei, aber schnell merkte ich, dass viele der einzelnen Tage eigentlich keine guten Bilder hergeben, aber auch für einzelne Blogposts oft nicht umfangreich genug waren. Ich will euch ja nicht vollspammen. Daher hier mein gesammelter Monat.

 

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#buchliebenetz – Und raus bist du

Bild könnte enthalten: Blume und Text

Herzlich Willkommen zum heutigen Spiel des Buchliebenetzes. Hierbei zieht man pro Frage zwei Charaktere und entscheidet sich für den, der besser passt. Es war aber gar nicht so leicht, überhaupt 30 zusammen zu kriegen. Eigentlich wollte ich nur einen pro Buch, musste aber sehr schnell aufgeben – und auch welche mit reinnehmen, die als Seriencharaktere ‚geboren‘ wurden, aber letztlich in mehr Romanen als Serienfolgen eine Rolle spielten.
Und passend zur Jahreszeit musste eine Weihnachtsmannmütze als Losgefäß herhalten.
1. Du hast nur noch einen Platz im Buchstabier-Wettbewerb-Team frei. Wer wird dein Team vervollständigen?
Gandalf (Der Herr der Ringe) + Der Feuerbringer (Mara und der Feuerbringer)
Gut, der Feuerbringer würde vielleicht einfach all unsere Gegner rösten, aber seine Stabreime würden mir sehr schnell auf die Nerven gehen. Gandalf ist sicher auch nicht soo schlecht im Buchstabieren. Hoffe ich.
2. Diese beiden Charaktere versuchen, dich zu töten. Welchen tötest du zuerst, damit du beim zweiten eine bessere Überlebenschance hast?
Mr. Darcy (Stolz und Vorurteil) + Vlarad (Ghostsitter)
Eigentlich mag ich beide ganz gern. Kann ich nicht beide heiraten? Na gut, dann töte ich Darcy zuerst. Wenn ich lange genug brauche, erledigt die Sonne Vlarad für mich, damit ich mein Gewissen nicht gleich mit zwei Morden belaste.
3. Du bist die Bachelorette. Die folgenden Charaktere sind die Finalisten. Wer bekommt von die die letzte Rose?
Mara (Mara und der Feuerbringer) + Magnus Bane (Chroniken der Unterwelt)
Ich glaube, Mara wäre eine gute Kumpeline, aber Magnus ist Magnus! Ein Magier, der nebenbei recht unsterblich ist und – von seinem Lebensstil ausgehend – nicht gerade unvermögend? Witzig, charmant, und …hab ich schon die Magie erwähnt? Also ich nehme Magnus.
4. Du wurdest für die Hungerspiele ausgewählt. Welcher der beiden Charaktere würde sich freiwillig melden, um für dich zu kämpfen?
Saruman (Der Herr der Ringe) + Meggie (Tintenherz)
Saruman ist später ein Bösewicht, wird sich also sicher nicht für mich opfern. Meggie könnte ihren Trumpf nutzen wollen, dass sie erst Geschichten erfindet und dann etwas daraus hervorliest, was sie gewinnen lässt. Daher denke ich, sie hätte die beste Chance. Und da sie sich für ihre Liebsten auch opfern würde, hoffe ich, dass sie das auch für einen armen, unschuldigen Schwächling wie mich tun wird.
5. Du bist mit diesen beiden Personen auf einer einsamen Insel gelandet. Wen würdet ihr opfern, damit ihr ihn essen könnt?
Alec Lightwood (Chroniken der Unterwelt) + Spock (Star Trek)
Das ist fies. Denn nicht nur, dass Spock möglicherweise durch sein auf Kupfer statt Eisen basierendes Blut ungenießbar wäre, Alec ist auch noch ein Jäger mit Pfeil und Bogen. Spock kann Dinge überleben, die jeden Menschen umbringen würden, und Alec ist im Kampf trainiert.
Ich glaube, letztendlich würden die beiden sich vereinen und mich umbringen, da das ‚logisch‘ wäre, da ich die geringste Überlebenschance habe.
Andererseits isst Spock kein Fleisch, er würde also nicht davon profitieren. Aber ich kann doch nicht meinen Ehemann im Geiste umbringen!
6. Du wirst der neue Comic-Held von DC oder Marvel. Wer ist dein Sidekick?
Susan Sto-Helit (Scheibenwelt) + Akkarin (Gilde der schwarzen Magier)
Beide eine gute Wahl. Susan ist die Enkelin des Todes. Sie kann die Zeit anhalten und in Sekundenschnelle über die ganze Welt reisen. Außerdem sieht sie Dinge, die anderen Erwachsenen verborgen bleiben. Akkarin hingegen beherrscht dunkle Magie. Er ist aber auch schnell geschwächt, wenn er sich dabei verausgabt. Also würde ich Susan bevorzugen.
7. Du bist der Manager eines weltweiten Super-Konzerns. Wer wird gefeuert, weil seine Kommunikations-Skils zu mangelhaft sind?
Harry Potter (Harry Potter) + Severus Snape (ebd.)
(Aufgrund der Paarung rolle ich gerade lachend über den Boden.) Beide? Sind beide nicht sonderlich gut darin, wirklich zu kommunizieren. Aber letztendlich wohl eher Harry. Während er eigentlich oft nur beleidigte Leberwurst spielt, wenn er sich unverstanden fühlt, kann Severus sich wenigstens gewählt ausdrücken. Er gibt eigentlich nichts preis, kann darüber aber immerhin gut hinweg täuschen.
8. Du hast ein Buch beendet, in dem dein Lieblingscharakter stirbt. Mit welcher Person tröstest du dich?
Hamlet (Hamlet) + Cliff McLane (Raumpatrouille)
Hm. Cliff ist schon ein hübscher Kerl. Aber er ist ein Womanizer, von so einem möchte ich mich nicht trösten lassen. Also nehme ich lieber Hamlet. Der ist ein cleveres Kerlchen und lenkt mich einfach mit interessanten, tiefgründigen Gesprächen ab.
9. Schulzeit: Wer wäre eher ein Teil der Stars der Schule?
Bilbo Beutlin (Der Hobbit/Der Herr der Ringe) + Violet Baudelaire (Eine Reihe betrüblicher Ereignisse)
Bilbo, ganz klar. Er war nie arm und spätestens nach dem Hobbit ist er steinreich. Dann will jeder sein Freund sein. Violet hingegen ist eher ein Teil der Nerd-Clique. (Die sind doch eh die Besten, oder?)
10. Es ist dein Geburtstag. Welche der folgenden zwei, würde am ehesten vergessen, dir zu gratulieren?
Welf (Ghostsitter) + Wombie (Ghostsitter)
Eigentlich beide. Aber noch eher Wombie. Wer nur alle 100 Jahre seinen Todestag feiert – und nebenbei nicht die Artikulationsfähigkeit besitzt, um zu gratulieren -, der wird mir sicher nicht alles Gute zu so einem jährlichen Tag wünschen. Also denkt Welf wohl dran und knurrt mir eine mehr oder minder freundliche Bemerkung entgegen. Vielleicht hat er sogar einen guten Tag und lächelt.
11. Du hast einen neuen aufstrebenden Buchtuber/Buchblogger gefunden. Wer von diesen beiden wäre es?
Nathan (Nathan der Weise) + Känguru (Die Känguru-Chroniken)
Tatsächlich würde ich für das Känguru sogar einen Buchtube-Kanal abonnieren. Normalerweise sind mir all diese Vlogs zu aufgesetzt gemacht. Und ich lese lieber und schau gar nicht so gern solche Videos. Aber das Känguru ist so gut in kleinen, spitzfindigen Bemerkungen und witzigen Kommentaren, das würde ich sehr gerne sehen.
12. Pyjama-Party: Leider kannst Du nur einen der beiden Charaktere einladen. Wer ist es?
Tod (Scheibenwelt) + Buttercup (Die Brautprinzessin)
Ich weiß nicht, ob Tod kommen könnte. Aber er ist einer meiner Lieblingscharaktere, fandomübergreifend. Unfreiwillig lustig und irgendwie einfach nett. Ich würd ihn ganz gern da haben.
13. Zack, du bist schwanger. Wer ist der Vater?
Professor Weissinger (Mara und der Feuerbringer) + Lord Havelock Vetinari (Scheibenwelt)
Kann ich beide haben? Gut, eigentlich möchte ich generell kein Kind. Aber die beiden sind schon eine echt gute Wahl. Beide intelligent und irgendwie lustig. Vetinari dabei hintergründiger. Aber Weissinger kann nur fechten, Vetinari ist ausgebildeter Assassine und das Oberhaupt der größten Stadt der Scheibenwelt. Ich glaube, ich würde ihn wählen.
14. Du hast gerade eine wichtige Nachricht verschickt. Welche der beiden Personen liest sie, aber antwortet nicht darauf?
Emery Thane (Der Papiermagier) + Pipeline Prätorius (Laugenweckle zum Frühstück)
Definitiv Line. Die ist sogar über Wochen zu verpeilt, den Link auf der Einladung zu einem Bewerbungsgespräch zu öffnen, und so herauszufinden, was sie da erwartet. Dann vergisst sie sicher auch sowas wie die wichtige Nachricht einer Freundin. Emery ist zwar auch eher verschroben, aber doch zuverlässig.
15. Es ist Frühstückszeit: Wer steht in der Küche und macht dir das Frühstück?
Sara (Ein Buchladen zum Verlieben) + James T. Kirk (Star Trek)
Mit Kirk müsste ich vorher schlafen. Also danke nein. Es sei denn, er hat eine WG mit Spock und ich hätte bei Spock übernachtet? Jim würde dann uns allen Frühstück machen?
Da das aber sehr unwahrscheinlich ist, wird es sicher Sara sein. Die hat ein Herz aus Gold und beim Frühstück würden wir über unsere aktuelle Lektüre sprechen. Ich glaube das passt. Und dann würden sie und ich eine WG bilden.

„33 ways to have a more bookish summer“

Bereits vor einem Jahr habe ich diesen wunderbaren kleinen Post bei Bookriot gefunden, der Wege aufzählt, wie man seinen Sommer noch buchverrückter macht, und war gleich Feuer und Flamme. Vor allem Punkt 1 hatte es mir angetan:

 

Grab your sidewalk chalk and write “top 5” lists each week. Top 5 books, top five authors, top five literary quotes, top five literary references on television shows, top 5 books you want everyone in your neighborhood to read, top 5 best book covers.

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#Geheimtipps – Blogparade

 

Aleshanee von Weltenwanderer hat dazu aufgerufen, unsere Buchgeheimtipps zu präsentieren und da mache ich doch sehr gerne mit.

Es geht um bis zu fünf Bücher, die nicht Mainstream sind, oder aber in der Masse der jährlichen Neuerscheinungen so untergegangen sind, dass man sie nicht wirklich mitbekam. Und für mich kommt noch hinzu, dass ich das Buch nicht schon in jedem dritten Blogpost erwähnt habe, denn ein paar meiner Lieblinge gehören auch noch in die Kategorie, aber von ihnen zu lesen, hängt meinen Wiederholungslesern sicher schon zum Hals heraus.

Natürlich ist die Auswahl sehr subjektiv. Ich habe keine Übersicht über Verkaufszahlen und kenne sicher längst nicht alle Blogs, zumal ich auch nicht alle, die ich kenne, aufmerksam verfolge. Hier sind aber die Bücher, die mir – gemessen an ihrer Qualität – dadurch auffielen, dass sie eben merkwürdig selten rezensiert und in Tipps vorgestellt wurden.

 

Der Algorithmus der Liebe

Laurie Frankel – Der Algorithmus der Liebe | Genre: Romanze, Drama

Sam arbeitet in einer Online-Datingfirma und konzipiert einen Algorithmus, mit dem jeder mit Sicherheit seinen Traumpartner finden kann, weil der Algorithmus nicht nur das durchsucht, was man selbst über sich angibt, sondern auch das, was man auf solchen Seiten verschweigt. Er findet mit Meredith zwar selbst seine Traumfrau, doch wird gefeuert. Wenn jeder gleich beim ersten Versuch den richtigen Partner findet, brechen die Gewinne von Datingseiten nun einmal ein.

Als Merediths Oma stirbt, schreibt Sam den Algorithmus um. Nun erkennt er nicht mehr nur, was die Menschen suchen und brauchen, sondern kann Persönlichkeiten auch imitieren. So soll Meredith weiter mit ihrer toten Oma Kontakt halten können, bis der Schmerz nachlässt. Schnell entsteht daraus eine Geschäftsidee, doch auch Kritik bleibt nicht aus.

Ein berührender Roman, der aber auch zum Nachdenken einlädt und gleichzeitig Hoffnung, aber auch etwas Sorgen aufgrund unseres technischen Fortschritts macht.

 

Maggie und die Stadt der DiebePatrick Hertweck – Maggie und die Stadt der Diebe | Genre: Kinderbuch, Abenteuer

New York im ausgehenden 19. Jahrhundert. Maggie wurde entführt, konnte aber fliehen. Sie findet Unterschlupf bei einer Bande jugendlicher Diebe, doch bald holt ihre Vergangenheit sie ein und sie muss sich fragen, warum ausgerechnet sie Entführungsopfer wurde, hat sie doch weder Eltern noch Geld. Auf ihrer Suche nach ihrer Vergangenheit, gerät aber nicht nur sie in Gefahr, auch ihre neuen Freunde werden hineingezogen.

Hier weiß ich gar nicht, ob das wirklich ein Geheimtipp ist. Da ich dem Autor auf Facebook folge, sehe ich quasi jeden Zeitungsartikel darüber. Und doch ist der Roman weder auf Bestsellerlisten, noch in Blogs groß präsent gewesen, dabei ist dies ein bis zur letzten Seite spannender Abenteuerroman.

 

Ich dachte, ich wär ein Panther: Die Geschichte einer Ente auf der Suche nach sich selbstPaola Mastrocola – Ich dachte, ich wär ein Panther | Genre: Roman, Erwachsenenmärchen, Philosophie

Wenn man in einem Pantoffel geboren wird und lange Zeit nichts anderes kennen lernt, denkt man zwangsläufig, man wäre ein Pantoffel, oder? Zumindest, wenn einem jemand sagt, was das Ding ist, was man für seine Mutter hält. So geht es dem Entchen in der Geschichte, doch bald zieht es in die Welt hinaus und lernt immer neue Wesen kennen, auf der Suche nach dem Platz, an den es gehört und der Antwort auf die Frage, wer oder was es denn ist.

Gleichzeitig locker leicht und dennoch tiefphilosophisch wird man auf eine Reise mitgenommen, bei der man selbst auch etwas ins Grübeln gerät.

 

Das schwarze Buch der Geheimnisse (Tales From The Sinister City, #1)F. E. Higgins – Das Schwarze Buch der Geheimnisse | Genre: Jugendbuch, Abenteuer, Fantasy(?)

Ludlows Eltern denken nur an Geld und so findet er sich plötzlich bei jemandem wieder, der für gezogene Zähne, die er weiterverkaufen kann, gut zahlt. Im letzten Moment kann der Junge fliehen und verlässt die Stadt. In einem Dorf in der Nähe angekommen, nimmt er eine Stellung bei einem mysteriösen Pfandleiher an. Womit dieser sein Geld macht, scheint nicht klar, denn er kauft vor allem Geheimnisse an, die er in einem schwarzen Buch bewahrt und nie zu erzählen verspricht. Sieht die arme Dorfbevölkerung zunächst noch ihren Retter in dem gut zahlenden Pfandleiher, fürchten sie ihn bald, weil sie glauben, er hätte sie in der Hand, und so wird die Lage für ihn und Ludlow immer gefährlicher.

 

F. E. Higgins erste drei Bücher mit Geschichten aus der Finsteren Stadt sind alle drei spannend und gleichzeitig leicht geschrieben. Nur leicht mit einander verbunden, und dennoch in sich geschlossen, muss man aber nicht die ganze Reihe lesen – zumal es nicht so aussieht, dass die letzten beiden Bände noch ins Deutsche übersetzt werden, was angesichts der wirklich guten Geschichten schade ist.

 

The Paper Magician (The Paper Magician Trilogy, #1)

Charlie Holmberg – The Paper Magician (Der Papiermagier) | Genre: Fantasy, (Romanze), (Jugendbuch)

Ceony hat gerade die Magierschule hinter sich gebracht, nun werden andere darüber entscheiden, was in Zukunft ihr Element sein wird. Denn ist man erst an ein Element gebunden, kann man nur noch mit diesem zaubern. Sie ist bitter enttäuscht, als sie Papiermagierin werden soll und dann ist auch noch ihr Meister, Emery, bei dem sie die nächsten Jahre in die Lehre gehen muss, ein verschrobener Kauz.

Doch als dessen Ex-Freundin zu Besuch kommt und ihrem Meister mal eben, im wahrsten Sinne, das Herz rausreißt, merkt Ceony nicht nur, wie viel sie mit ihrem Element schaffen kann, sondern auch, dass ihr Emery ans Herz gewachsen ist. Und, dass nicht nur sie beide, sondern die ganze Welt in großer Gefahr ist.

Diese Trilogie ist mein absoluter Favorit. Zwar hat sich Disney schon die Filmrechte gesichert, doch in Deutschland scheint die Reihe gar nicht bekannt zu sein, dabei ist sie unglaublich gut geschrieben, spannend, und ja, auch ein wenig romantisch. Es könnte aber auch daran liegen, dass die Bücher – obwohl auf Englisch schon mehrere Jahre alt – erst jetzt auf Deutsch erschienen sind und im normalen Buchhandel nicht bestellt werden können, weil sie leider von Amazon verlegt werden. Dennoch sind sie einfach nur klasse.

 

Germany’s Next Topbook – Tag

Anlässlich des Finales von Germany’s Next Topmodel gestern startete offenbar dieser kleine Tag hier, den ich bei Zeilenzauber entdeckte. Zwar habe ich GNTM für dieses Jahr schon vor Wochen aufgegeben, als die letzte interessante und sympathische Kandidatin flog, aber bei Topbüchern bin ich doch immer dabei. Wie gut, dass hier auch jeder getaggt wurde, der mitmachen möchte.

 

1. GoSee: Gesehen und ohne große Gedanken in den Warenkorb gepackt

Dieses kleine Büchlein hier habe ich bei den Mängelexemplaren bei einer unserer unabhängigen Buchhandlungen in der Stadt gesehen. Zwar bin ich normalerweise kein Freund von Parodien und Verspottungen – sowohl Barry Trotter als auch Blarnia fand ich furchtbar und vulgär -, aber ich bin ein Trekkie. Das ist eigentlich meine einzige Ausrede. Hier wird Star Trek Fankultur zum Mittelpunkt des Settings gemacht und daher musste ich es haben.

 

 

2. Black & White: Die zwei Teams der neuen Staffel

Weiße Bücher zu finden, ist bei mir schwer. Fast jedes Fantasybuch ist schwarz – und hier freu ich mich schon sehr auf den zweiten Teil von Trudi Canavans neuer Trilogie – aber weiß findet man fast ausschließlich bei Nonfiction. Damit hat Team Schwarz bei mir im Bücherregal eigentlich schon gewonnen. Dennoch hoffe ich, dass auch die skurrilen Gerichtsfälle von Team Weiß mir ein paar schöne Lesestunden kreieren werden.

 

3. Heidi: Old but Gold – ein Absolutes Highlight von vor einiger Zeit 

Das muss die Brautprinzessin sein. Dieses Buch ist, glaube ich, älter als ich. Und dennoch kann es mit seinem Witz, seinen epischen Schlachten, seinen politischen Intrigen, Monstern, Rache und Liebe mit den meisten Bestsellern heutiger Zeit mithalten. Eigentlich ist es, in meinen Augen, sogar um Längen besser als fast alles der heutigen Zeit. Und auch das Hörbuch ist empfehlenswert. Bela B. und dazu Jochen Malmsheimer, es gibt kaum schönere Stimmen als die der beiden Herren.

 

 

 

4. Die Kandidatinnen – Ein vielversprechendes Buch von deinem SuB 

Hier kann ich mir sicher sein, dass der Roman mir gefallen wird, war doch schon der Film so episch, dass er vermutlich – hoffentlich – uns alle überleben wird. Ein Manifest dafür, frei zu leben, sich nicht in Konformität pressen zu lassen, und seine Träume nicht aufzugeben. Aber gleichzeitig auch ein Mahnmal, dass das ab und an einen hohen Preis kostet. Ich freue mich schon sehr auf das Buch und bin mir ziemlich sicher, dass es dieses Jahr noch gelesen wird, egal, wie weit mein SUB noch in die Höhe wachsen mag.

 

 

5. Innere Schönheit: Tolles Äußeres – noch tolleres Inneres

Das ist eines der besten Cover, das ich je gesehen habe. Diese Mühe, die dahinter steckt, aber auch, dass es auch zu ertasten ist. Das ist es, was ich an Covern liebe. Aber auch der Inhalt kann begeistern. Ich war anfangs dem Film gegenüber skeptisch, aber das Screenplay hat mich davon überzeugt. Man kann beim Lesen den Film schon im Kopf sehen, ohne je mehr als den Trailer betrachtet zu haben. Sehr gut geschrieben, aber auch innen drin liebevoll verziert.

 

 

6. Natürliche Schönheit: Auch ohne Schutzumschlag ein Traum

Dieses Büchlein hier hat gar keinen Schutzumschlag. Das Cover aber ist einfach wunderschön. Ich mag es nicht wirklich, wenn Menschen auf Covern zu sehen sind. Das hier ist eher meine Welt. Wenn schon keine Verschnörkelungen, dann der Blick auf das Weltall in seiner Größe und Schönheit.

Wobei ich zugeben muss, dass dieser Punkt mir sehr schwer fiel. Wie bemisst man Schönheit und was heißt ‚ohne Schutzumschlag‘? Soll das den Text meinen, oder doch das Oberflächliche, das Äußere? Bei letzterem ist dieses Buch hier unter meinen Lieblingen, gelesen habe ich es aber leider noch nicht.

 

7. Casting: Ein Buch, das ihr gerne casten wollt

Dieses Buch hier würde ich gern casten. Ich liebe ja die Ghostsitter-Reihe, wie meine Leser wohl wissen. Aber ein Grund mehr ist, dass ich den Vampir in einem Foren-Rollenspiel verkörpere und es gar nicht so leicht war, eine passende Avatar-Figur dafür zu finden. Er musste ja nicht nur vom Gesicht her passen, sondern auch die Kleidung musste antik wirken.

Alleine schon, weil ich hier einen nicht ganz befriedigenden Kompromiss schließen musste, würde ich so gerne das Buch casten. Damit ich den perfekten Vlarad finden kann. Aber auch die anderen Charaktere wären eine Herausforderung, von der ich glaube, dass sie Spaß machen würde. Für Zombie Wombie hätte ich dabei gern eine Zeitmaschine, um Robert De Niro aus der Zeit zu holen, wo er für Kenneth Branagh das Monster in Frankenstein spielte.

 

8. Fotoshoot: eine Geschichte, die ihr ablichten wollt

Noch ein Tommy Krappweis-Roman. Hier aber aus etwas pragmatischeren Gründen. Ich bin Mara-Fan der … vielleicht nicht ersten, aber anderthalben Stunde und fand auch die Verfilmung des ersten Bandes wunderbar. Damals durfte ich auch einen Tag am Set verbringen und schaue mit Freuden auf den Ausflug zurück. Und das, obwohl ich nicht zu den Leuten gehöre, die gern aus dem Haus gehen und unter vielen Menschen sind.

Entsprechend war es eine Enttäuschung für mich, dass der Film trotz guter Kritiken und, wenn ich mich recht erinnere, sogar Preisnominierungen floppte, wurde er doch als Kinderfilm ins Programm gesetzt und fand so nicht sein Publikum (zwar auch Kinder, aber vor allem wir Fantasy-Nerds). So kam leider bisher die Fortsetzung nicht zustande. Und da Mara nun einmal im Buch 14 und im Film 15 ist, sollte sie auch jung aussehen. Da ich Umbesetzungen nicht allzu sehr leiden kann, müsste also für mich Film 2 gedreht werden, solange Hauptdarstellerin Lilian Prent noch jung aussieht. Also würde ich das gerne ablichten wollen. Schnell. Am besten gestern.

 

9. Catwalk: Ein Buch, das auf dem SuB an allen anderen vorbeiläuft.

Obwohl ich dieses Buch erst letzte Woche bekommen habe, zieht es an den anderen etwa 250 Büchern vorbei und liegt jetzt ganz oben auf meinem SUB. Wie gesagt, ich bin Trekkie. Und ich hoffe, so die Geschichte zu lesen, wie Spock und Kirk sich das erste Mal trafen, sich möglicherweise anfangs nicht ausstehen konnten, und letztlich doch Freunde wurden. Als Fanfiction habe ich das in unzähligen Varianten lesen können, aber die offizielle Version interessiert mich dann doch ein bisschen mehr als alles, was wir Fans uns ausmalen können.

 

 

Und nun seid ihr dran. Wenn ihr mögt, fühlt euch getaggt und macht mit.

Wie läuft das mit dem Bücherbloggen – Aktion

Tobi von den Lesestunden scheint generell sehr spannende Fragebögen zu machen, denn hier ist erneut ein (etwas älterer) solcher, der mich zur Beantwortung reizt.

 

Wie entscheidest du, ob du über ein Buch bloggst oder nicht?

Das mache ich mehr oder weniger aus dem Bauch heraus, habe aber festgestellt, dass die meisten Bücher dann in eine der folgenden Kategorien fallen:

  • Ich liebe es so sehr, dass ich es in die Welt hinausschreien möchte und muss mich bemühen, das an objektiven Maßstäben festzumachen.
  • Ich hasse es so sehr, dass …siehe oben.
  • Das Buch hat gesellschaftliche Relevanz. Ja, selbst bei meinem Beuteschema findet man das. Lektionen können sich auch noch so tief im Fantasymantel verbergen, es gibt sie oft.
  • Sie sind auch interessant für den Massenmarkt – denn oft lese ich eher abseits des Mainstream, manche passen aber auch dort hinein und wurden nur nicht entdeckt oder wieder vergessen.
  • Es ist Betrug am Werk. Ja, auch das hatte ich schon. Dass der Autor zweimal das gleiche Buch verkaufte, gleichzeitig (keine überarbeitete Neuauflage unter anderem Titel). Zweimal das Gleiche für den Preis von je 10 Euro hielt ich schon für Betrug. Ebenso, dass man eine Leseprobe nicht als solche kennzeichnet und sie für Geld verkauft, das als Ebook. Manch einer macht alles, um Geld zu verdienen.
  • Es gibt irgendein Merkmal, was sie besonders macht.
  • Und leider bin ich auch nicht dagegen immun, meinen Blog nicht zu lange still sein lassen zu wollen. Wenn ich schon lange nichts mehr gepostet habe, schreibe ich auch Kurzrezensionen über Bücher, die so belanglos sind, dass man auch das mal der Welt kundtun kann. Vielleicht hält es ja jemanden vom Kauf ab, der sich ansonsten geärgert hätte.


Woher nimmst du deine Inspiration für neue Beiträge?

Ich versuche, vor allem Blogs zu folgen, die eben nicht nur rezensieren oder an wöchentlichen Aktionen teilnehmen, sondern auch ab und an ‚größere‘ Beiträge verfassen. Das inspiriert mich, weil es oft mehrere Sichtweisen auf ein Thema gibt und man dann gleich die eigene hinterfragen und aufschreiben kann. Aber zuletzt hat mich auch mein Studium inspiriert. Ich hatte das unglaubliche Glück, unter dem Deckmantel der Soziologie und einer Studie über soziales Verhalten auch in Richtung Leseforschung gehen zu können. So kam ich zu meiner Bookcrossing-Postreihe. Obwohl ich selbst schon lange Bookcrosser bin, wäre ich ohne die Studie, die ich dazu gelesen habe, vielleicht nie drauf gekommen, darüber zu schreiben. Ich hielt es, genauso wie die offenen Bücherregale, für weltweit bekannt. Dass es Leute gibt, die noch nichts damit zu tun hatten und selbst die Wissenschaft es noch nicht richtig für sich entdeckt hat, habe ich erst so erfahren.


Was willst du mit deinem Blog erreichen?

Weltherrschaft. Nein, natürlich nicht. Ich würde gern irgendetwas bewegen. Wenn ich nur einen Menschen dazu bringe, ein gutes, aber viel zu unbekanntes Buch zu kaufen und es ihnen auch gefällt, dann bin ich eigentlich schon zufrieden. Aber natürlich träumt man ja doch noch etwas größer. Ich möchte kein Buzzaldrins Bücher werden, das traue ich mir nicht zu. Aber ein paar Stammleser würde ich mir gern aufbauen. Und vielleicht eines Tages zumindest so viel Reichweite haben, dass ich Unterstützung für mein Herzensprojekt finde.


Wie viel Zeit nimmst du dir für das Verfassen eines neuen Beitrags?

Das kommt darauf an, was für ein Inhalt es ist. Rezensionen gehen recht schnell, es sei denn, ich weiß nicht, wie ich mein Urteil in Worte fassen soll. Aber oft tippe ich da, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Aktionsbeiträge benötigen oft einiges an Recherche, gerade wenn es um mein Leseverhalten geht. Da sitze ich an einem kurzen Beitrag gut und gerne eine Stunde, obwohl ich ein schneller Tipper bin.
Und richtig inhaltliche Beiträge über bestimmte Phänomene? Die dauern wirklich lang. Oft den ganzen Tag, weil ich immer wieder Pausen mache, um meine Gedanken zu sammeln.


Wie oft erscheint in deinem Blog ein Beitrag?

Aktuell habe ich viel Zeit und versuche, fast täglich zu bloggen. Aber 1-2 Mal in der Woche wird hoffentlich auch drin sein, wenn ich dereinst endlich einen Job habe.


Bloggst du regelmäßig und hast feste Tage bzw. Abstände in denen Beiträge erscheinen?

Sonntags 15 Uhr kommt mein Wochenrückblick. Ansonsten poste ich immer dann, wenn ich die Inspiration dafür habe. Es sei denn, ich habe mehrere Artikel auf einmal. Die versuche ich dann auf mehrere Tage zu strecken.


Hast du einen festen Tag, an dem du Blogbeiträge schreibst und dich um deinen Blog kümmerst?

Blogpflege passiert jeden Tag. Dank Smartphone und der App dazu ist das heute kein Problem mehr, sofern man zwischendurch fünf Minuten hat. Und Beiträge … siehe oben.


Hast du mehrere Beiträge fertig verfasst als Entwurf, oder veröffentlichst du jeden Beitrag sofort?

Generell veröffentliche ich eher sofort, es sei denn, es werden mehrere an einem Tag. Außerdem fange ich mit meinem Wochenrückblick immer schon montags an, damit ich nichts einzutragen vergesse.
UND ich habe jetzt schon einen Beitrag für Ende November fertig. Ich plane eine Jahreschallenge in 2018 und will rechtzeitig vorher die Ankündigung veröffentlichen.


Hast du Hilfsmittel, wie einen Planer, eine App oder irgendein Gadget?

Nur für die Blogpflege (WordPress-App) und die neuen Inspirationen (Bloglovin‘-App).


Schreibst du deine Beiträge direkt in WordPress bzw. der Blogsoftware, oder zuerst auf Papier oder in anderer Software?

Direkt im Browser. Dank Lazarus-Addon geht mir auch im schlimmsten Fall nichts verloren dabei.


Schreibt du die Beiträge auf einmal, oder in mehreren Schritten?

Kommt, wie gesagt, drauf an. Vieles schreibe ich in einem Rutsch. Lange inhaltliche Posts und den Wochenrückblick aber nicht.


Hast du schon einmal einen Beitrag komplett verworfen, weil du mit der Qualität nicht zufrieden warst?

Na klar, wer hat das nicht? Wobei ich gerade gar nicht mehr weiß, was es war. Ich glaube, ein Beitrag darüber, warum ich die Community ‚Was liest du?‘ hinter mir gelassen habe. Aber um nicht als alter Stinkstiefel zu gelten, habe ich es gelassen.


Wo schreibst du deine Beiträge (z.B. immer auf dem iPad Pro in der Badewanne)? Gibt es ein Bild von deinem „Blogarbeitsplatz“?

Ich würde mich NIE trauen, ein so teures Gerät mit in die Wanne zu nehmen. Das tu ich nicht mal mit dem Kindle. Aber gut, für euch habe ich mein kreatives Extremchaos mal fotografiert.

Bei mir muss so viel wie möglich in Reichweite liegen. DVDs, Bücher, Knabberkram. Ich weiß gar nicht, warum die Kerze da steht. Ich glaube, da habe ich Anfang des Jahres Marshmallows drüber geröstet und sie dann einfach nie wieder zu den anderen Kerzen gestellt. Außerdem sind Medikamente, Handcremes, … in Reichweite, damit ich nie weit laufen muss, wenn ich mal etwas brauche. Dafür finde ich es dann nicht mehr.


Bloggst du alleine oder mit anderen zusammen?

Leider alleine. Ich hab mal versucht, meine Mutter oder meine Schwester zu überreden. Die beiden lesen auch Krimis und Thriller, im Gegensatz zu mir. So hätte man einen größeren Rahmen an Büchern behandeln können. Aber leider wollen sie nicht. Und leider habe ich über den Blog und Bücher noch keinerlei wirkliche Freundschaften geknüpft, so dass ich nicht einmal Gastrezensenten oder Gespräche mit anderen Bloggern als Beitrag bringen kann.


Machst du für deine Beiträge eigene Fotos? Wenn ja, welche Rolle spielen sie für dich und wie bereitest du sie auf?

Kaum noch. Ich habe einfach gemerkt, dass meine Bilder unterdurchschnittlich sind. Ich habe kein Gerät, weder Handy noch Kamera, dass meine unruhige Hand ausgleicht. Aber schlimmer noch: Bei Instagram sind alle so gut. Sie haben wie magisch hergezaubert den perfekten Untergrund. Weiß, das nie staubig wird, ein Tisch aus unbehandeltem Holz, … Und dazu immer die passende Deko. Ich besitze noch nicht einmal wirklich viel Deko, erst recht nicht thematisch zu Büchern passend.  Und so schätze ich, habe ich mir einen Minderwertigkeitskomplex bei meinen Bildern selbst anerzogen und nutze daher fast nur die Buchcover der Verlage und mache sonst kaum Headerbilder.

Wie viel Zeit investierst du für deine Fotos?

WENN ich mal was mache, dauert es länger. Ich experimentier gerade viel mit Effekten. Leider kann man Buchtitel nicht mehr erkennen, wenn man das Foto in Comicgrafik übersetzt, so dass ich die Bilder, die mir wirklich gefallen, nicht für den Blog nutzen kann. So sind sie maximal auf Instagram zu finden.


Besprichst du auch Rezensionsexemplare und wie gehst du damit um?

Nein. Ich hatte zwei. Plus zwei Bücher, die ich von einer befreundeten Autorin bekam, die ich mir aber eh gekauft hätte. Und ich werde später auch wieder welche besprechen. Aber ich kriege keine Rezensionsexemplare als Überraschungspost, sondern müsste sie anfordern, und das möchte ich erst wieder tun, wenn mein Stapel ungelesener Bücher etwas kleiner ist. Es ist schön, eine riesige Auswahl zu haben, aber auf Dauer überwiegt doch das schlechte Gewissen meinen eigenen Büchern gegenüber.
Aber wenn ich Rezensionsexemplare habe, bin ich ehrlich. Es tut mir auch leid, aber ich war nie gut darin, meine Meinung höflich auszudrücken. Ich möchte ja niemanden vergraulen. Aber wenn meine Meinung gefragt ist, dann geb ich sie auch.


Wie wichtig sind für dich Social Media Kanäle und wie viel Zeit und Aufwand verbringst du, sie zu pflegen?

Wichtig für meinen Blog sind sie, glaube ich, kaum bis gar nicht. Facebook vielleicht noch, aber über Instagram, Twitter und Tumblr bekomme ich weder Klicks noch dauerhafte Leser. Und dennoch sind sie mir menschlich wichtig, weil ich gern (digital) mit anderen in Kontakt komme. Da ist es mir egal, ob es mir als ‚Marke‘ – als die ich mich gar nicht sehe – hilft oder nicht. Entsprechend verbringe ich auch viel Zeit damit, gerade bei Instagram. Ich schau bestimmt alle 15 Minuten nach, ob es etwas Neues gibt. Zumindest gerade, wo ich arbeitslos zuhause sitze, später wird es natürlich weniger werden.


Wie viel Zeit investierst du in technische Anpassungen und Pflege deines Blogs?

Er ist recht pflegeleicht. Einmal am Tag Aktualisierungen, das dauert fünf Minuten. Und dann eben Kommentare freischalten und beantworten, wenn ich etwas dazu zu sagen habe. Das ist aber auch nur vielleicht eine halbe Stunde. Ich bin kein guter Grafiker und kenne mich mit Technik kaum aus, deshalb hab ich kaum Anpassungen zu machen. Aber ich finde es fast schon langweilig, wie wenig ich am Blog zu tun habe.
Dafür habe ich erst gestern 10 Stunden daran gesessen, mir endlich ein Logo zu basteln. Ich bin immer noch nicht zufrieden, aber wenigstens ist mein Blog endlich nicht mehr fast nackt.


Was recherchierst du, bevor du ein Buch rezensierst?

Ehrlich? Gar nicht. Ich war nie Teil einer Blogparade, in der ich die Geschichte der Vampire präsentieren soll. Und mit den Autoren setze ich mich gar nicht so sehr auseinander. Ein Buch muss für mich auch ohne einen berühmten Autor dahinter gut sein, der Name ändert nichts am Inhalt. Würde ich je ein Interview machen, sähe das natürlich anders aus, aber für eine Rezension bei mir ist (leider) keine Recherche nötig.


Machst du auch einmal eine längere Pause vom Bloggen?

Bisher nicht und ich hoffe, dass es nie nötig wird. Aber ausschließen kann man es ja auch nicht.


Beeinflussen dich andere Blogger oder Verlage über Themen oder Bücher zu schreiben? Wie groß ist dieser Einfluss?

Nicht absichtlich, nur indem sie meine Inspirationsquelle sind. Aber sie können das gern etwas mehr machen, ich bin noch lange nicht zufrieden mit der geringen Zahl meiner inhaltlichen Posts.


Wie entscheidend ist für die die Aktualität eines Buches? Schreibst du lieber über aktuelle Bücher oder ist der Erscheinungszeitpunkt egal?

Ich versuche sogar, keine Neuerscheinungen zu rezensieren, von meinen Lieblingsautoren abgesehen. Ich will auf keinen Fall Teil eines Hypes werden. Und eben auch nicht so ein Neuerscheinungsblogger, der sich auf jedes neue Buch stürzt wie ein Geier aufs Aas. Wobei ich diese Blogs gern lese, um vielleicht interessante Bücher für mich zu finden, so ist es nicht. Aber ich bevorzuge einfach entweder Bücher, die abseits des Mainstream laufen, oder die, die von der Zeit schon vergessen wurden. Ich weiß nicht genau, warum. Ich hatte schon immer ein Herz für die Außenseiter als einer von ihnen, schätze ich.