Top Ten Thursday – Bücher für den Sommer

 

Obwohl ich mich in letzter Zeit von Aktionen fern halte, weil sie selten wirklich einen Mehrwert für den normalen Blogleser bieten, möchte ich doch diese Woche wieder am Top Ten Thursday von Steffi teilnehmen. Denn diese Woche geht es um die „10 Bücher, die du gerne im Sommer lesen möchtest“. Ich beziehe das einfach mal auf den aktuellen Sommer. Und dann brauche ich tatsächlich diese Liste. Denn ich habe hier noch das eine oder andere geliehene Buch, das eigentlich mit Bookcrossing weiterreisen soll und das doch seit Monaten bei mir liegt.

Wenn ich nun diese Liste öffentlich mache, ist das so etwas wie eine Selbstverpflichtung, aber mit Zeugen, die mir notfalls auf die Finger hauen können.

  • Die Geliehenen (von denen ich erst jetzt bemerkt habe, dass sie bei Goodreads noch fehlen):
    Valerie kochtDie letzten Tage von Rabbit Hayes
    Beide Bücher habe ich von meiner Mutter als Empfehlung bekommen. Sie gibt ihre Bücher oft lieber über Bookcrossing weiter, anstatt sie zu verkaufen, was ich sehr bewundernswert finde. Ich hingegen schaue immer erst auf den Preis, und wenn der mir für die Qualität des Buches zu niedrig ist, dann erst gebe ich das Buch weiter. Dann denke ich mir, dass es mehr bringt, jemandem eine Freude zu machen, als vielleicht 50 Cent dafür zu kriegen.
    Aber ich habe gestern schon über meine Probleme mit Zeitdruck geredet. Und genau das habe ich auch hier. Ich weiß, sie müssen irgendwann weg, und das blockiert mich. Also ist diese Liste vielleicht eine Hilfe. Mit Tritt in den Hintern ‚arbeite‘ ich meist besser.

 

  • Die Angefangenen, die irgendwie (noch) nicht fließen wollen:
    The Tears of the Singers
    The Extraordinary Journey of the Fakir Who Got Trapped in an IKEA WardrobeDiese beiden hier sind nicht etwa uninteressant. Ich kann gar nicht genau festmachen, woran es liegt, dass ich so langsam voran komme. And Tears of the Singers lese ich nun schon die dritte oder vierte Woche und normalerweise brauche ich für ein Buch dieser Länge maximal 5 Tage. Vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte zwar so spannend ist, dass ich wissen will, wie es ausgeht, aber teilweise sehr viel Details über Musiktheorie beschrieben werden, die für die wissenschaftliche Erklärung (SCIENCE Fiction eben) nötig, für mich aber gänzlich unverständlich ist.Beim Fakir liegt es wohl einfach an den sehr kurzen Kapiteln und daran, dass es mein Badezimmerbuch ist. Wenn man sich sagt ’nur ein Kapitel‘ und das dann nur zwei Seiten hat, dauert es eben.

    Anna Karenina
    Und bei Anna Karenina … Ich weiß nun, warum alle bei Tolstoi die zu vielen Charaktere bemängeln, die man schwer auseinander halten kann. Ich WILL es lesen. Und ich will es mögen. Aber ich komme einfach nicht in die Geschichte hinein. Bisher ist Anna Karenina selbst noch nicht einmal aufgetreten, oder ich habe sie völlig übersehen, und schon überlege ich, abzubrechen. Aber wenn ich abbreche, werde ich die Rory Gilmore-Lesechallenge nie beenden können. Also hoffe ich, dass die Geschichte klarer wird und mal mehr passiert. Immerhin ist es doch ein Klassiker, die sollten doch mehr bieten, als nur pochende Kopfschmerzen, oder?

 

 

  • Die SUB-Leiche:
    Doctor Who: The Art of Destruction
    Tatsächlich habe ich viele der ältesten SUB-Bücher in letzter Zeit schon abgebaut. Die, die schon 7+ Jahre da lagen, sind zum größten Teil weg. Aber gerade meine Doctor Who-Bücher, die ich entweder 2009 bei meiner Kursfahrt oder 2010 bei meiner ‚Die Reise kriegst du zum Abi geschenkt‘-Londonreise bei Forbidden Planet (große Empfehlung, solltet ihr je nach London fahren) gekauft habe, liegen teils noch unberührt im Regal. Durch den Wechsel vom 10. zum 11. Doctor habe ich lange Probleme gehabt, überhaupt nur wieder die alten Folgen zu schauen. Es tat einfach weh, dass etwas, was mir so wichtig war, zu Ende war. Und so bin ich nie dazu gekommen, die Bücher mit dem 10. Doctor zu lesen. Ich wollte nicht daran erinnert werden, was ich verloren habe. Es wird aber endlich Zeit, darüber hinweg zu kommen, immerhin ist es auch den Büchern gegenüber gemein, sie ewig liegen zu lassen. Also möchte ich eines dieser nun schon so lange wartenden Bücher diesen Sommer lesen.

 

  • Die Vorfreude-Bücher:
    Die genial gefährliche Unsterblichkeitsschokolade
    Schon als dieser Titel vor ein paar Jahren in meinen Amazonempfehlungen auftauchte – das muss zur Zeit des ersten Ghostsitterbandes gewesen sein -, klang er einfach zu gut, um ihm zu widerstehen. Aber das Buch war lange Zeit einfach sehr teuer und ohne Einkommen … Naja. Nun habe ich es aber endlich gebraucht bekommen und freue mich auf sprechende Tiere und vor allem auf Schokolade. Die muss bei einem Buch dieses Titels doch dringend nebenher gefuttert werden.Sei du selbst, alles andere wirst du eh verkacken: Geschichten für mehr Mut im LebenAuch hier handelte es sich um Liebe auf den ersten Titelblick. Bisher kann ich noch nicht allzu viel dazu sagen, aber es wirkt liebevoll gemacht. Im Text sind hier und da kleine Zeichnungen, die das Ganze auflockern. Damit kriegt man mich schon geködert.

    Mein königliches Tagebuch - Top SecretDas geheime Tagebuch der Queen wurde von meiner Mutter aus einem offenen Bücherregal ‚erbeutet‘. Hier bin ich ziemlich gespannt, denn oft sind solche Bücher, die bekannten Persönlichkeiten quasi Dinge in den Mund legen, einfach nur schlecht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass endlich mal ein Gutes darunter ist. Und bei der Queen hat man – dank hoffentlich genutztem britischen Humor – da doch vielleicht eine ganz gute Chance.

    The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making (Fairyland, #1)Und zu guter Letzt dieses Buch hier. Die Sortierung in Rottöne von Orange zu Dunkel war übrigens keine Absicht und ist mir auch gerade erst aufgefallen. Gefällt mir aber. Wie dem auch sei, über das Buch hier hat man in englischsprachigen Blogs vor Jahren fast nur Gutes gelesen. Es wurde ziemlich gehyped, ich habe aber das Gefühl, dass es in Deutschland nie richtig ankam. Oder habe ich es nur übersehen? Jedenfalls habe ich es als Zufallsfund im Urlaub auf einem Flohmarkt entdeckt (Ein Flohmarkt direkt am Deich, mit Meersalz in der Luft. Das Paradies!) und konnte einfach nicht widerstehen. Man hat so viel davon gehört und jetzt sehe ich endlich, ob es wirklich so toll ist, wie alle sagen.

 

So, und damit steht meine Leseplanung für die nächste Zeit. Da in 10 Tagen ja Readathon ist, hoffe ich aber, dass diese Liste schon diesen Monat abgelesen wird. Und vielleicht habt ihr ja, trotz mangelnder Zusammenfassungen (sowas lese ich mir ungern durch, wenn ich ein Buch noch nicht kenne), das eine oder andere gefunden, was euch selbst interessiert und der Beitrag hatte auch für euch einen gewissen Wert. Ansonsten dürft ihr mir wenigstens in den Hintern treten, sollte ich abseits der Liste lesen. Das ist doch auch schon was.

#24in48 – Juliankündigung

Es ist wieder einmal Zeit für einen Readathon, einen Lesemarathon. Während der Dewey’s immer im April und Oktober stattfindet, findet im Juli nun der zweite 24in48 des Jahres statt. Am 22. und 23. Juli wird mein Blog dann wieder für eine kurze Weile ins Englische wechseln, damit ich die Aufgaben bearbeiten kann, die gerne einmal gestellt werden.

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Quartalsrückblick 2/2017

Damit ist der Juni auch schon um und es winkt wieder einmal der Quartalsrückblick. Ich gebe zu, bis vor zehn Minuten war ich noch fest davon überzeugt, ihn nicht schreiben zu wollen, weil er so viel Zeit benötigt. Aber ich bin ein Mensch der Neurosen und wenn ich einmal eine Tradition angefangen habe, führe ich sie auch zu Ende. Nächstes Jahr lass ich das aber lieber wieder.

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#readbooks30dayschallenge

bookblog_challenge

 

Bei Elizzy von Readbooksandfallinlove habe ich bereits am Anfang des Monats diese Challenge gesehen. Die ersten paar Tage war ich auch bei Instagram recht eifrig dabei, aber schnell merkte ich, dass viele der einzelnen Tage eigentlich keine guten Bilder hergeben, aber auch für einzelne Blogposts oft nicht umfangreich genug waren. Ich will euch ja nicht vollspammen. Daher hier mein gesammelter Monat.

 

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Leseurlaub – Wie ich auf den letzten Metern scheiterte

Eigentlich hatte ich es als eine Art Leseurlaub geplant. Natürlich nicht nur, hatte ich doch – unter anderem aus logistischen Gründen, aber auch wegen sonstiger Langeweile – meine Eltern dabei. Aber dennoch. Als ich sah, dass Norddeich neben einer Seehundstation auch noch einen Lesesaal hatte, mit Café, offenem Bücherregal und WLAN, wusste ich, dass ich dort hin wollte.

Der Plan: Ich nehme 4 Bücher mit, drei davon als Bookcrossingbücher, die da bleiben. Eine Buchhandlung sollte es dort auch geben, also wollte ich mir eines als Souvenir kaufen, und hätte so immer noch eine Gewichtsersparnis auf der Rückreise. Bekanntlich kommt es aber immer anders als man denkt und so war es auch hier.

Norddeich, wunderschöner Ort direkt am Meer. Mit einem kleinen Kurpark mit Liegen und einem Trimm-Dich-Pfad. Dazu Drachenwiese, Fähren nach Juist und Norderney, Minigolf, Schwimmbad, … Sehr viel zu sehen für einen Ort, in dem kaum Menschen leben. Auch unser Haus war direkt am Deich, nichts war weiter als eine halbe Stunde Fußweg entfernt – vom Supermarkt abgesehen, aber das war nicht weiter schlimm. Haus und Gegend waren also toll.

Und auch die drei gelesenen Bücher haben mehr oder weniger geklappt. Das dritte habe ich abgebrochen, weil es mir wirklich nicht zusagte, aber auch so kommt man letztlich zum Ziel. Der Lesesaal aber … Nun, er war optisch recht schön. Der moderne Stil ist nicht ganz mein Fall, erinnert aber an teure Kaffeehausketten, ist also nicht völlig verkehrt. Aber leider war er nicht das Paradies für Bücherfreunde, das ich mir erträumt hatte. Oft saß nur ein Rentner mit Zeitung darin, das Café, das einen dort mit Kaffee, Kuchen und Frühstück versorgen sollte, laut Blog des Ortes, hatte in den 8 Tagen meines Urlaubs nicht ein einziges Mal offen und sah gänzlich leer aus, und auch das offene Bücherregal war voll Schinken, die älter waren als ich, und wohl nie zu den Bestsellern gezählt hatten. Wobei das auch daran liegen kann, dass all die guten Bücher schnell wieder weg sind? Ein Mekka für urlaubende Bücherfreunde, wie ich insgeheim vielleicht gehofft habe, war es jedenfalls nicht.

Auch die Buchhandlung, die laut Google Maps existieren sollte, gab es nicht. Im ersten Moment eine Enttäuschung, im zweiten dachte ich mir, dass ich mir ja so auch Gewicht sparen würde. Und dann kam gestern, an unserem letzten vollen Tag dort, der Flohmarkt. Und was soll ich sagen? Ich habe drei Bücher gekauft, die von Gewicht und Seitenzahl her wohl noch schwerer sind, als das, was ich dort gelassen habe. Mein Plan ging also vollkommen nach hinten los.

Dennoch kann ich Norddeich jedem empfehlen. Selbst bei Sturm und Regen ist es noch schön – aber die meiste Zeit hatten wir gutes Wetter -, es gibt viel zu sehen, und die Abwesenheit einer Buchhandlung lässt es vielleicht sogar zu, den SUB mal abzubauen – wenn nicht gerade Flohmarkt direkt an der Deichpromenade ist.