Lauren Graham – Talking as fast as I can

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 29. November 2016
  • Verlag: Random House Audio
  • ASIN: B01N8T8L0H
  • Hörbuch  4 Stunden 38 Minuten
  • Sprache: Englisch

Als ich hörte, dass dieses Buch rauskommen würde, wusste ich, dass ich es haben wollte. Ich bin kein großer Freund von Biografien, finde sie normalerweise langweilig, aber ich bin Gilmore Girls Fan der ersten Stunde – zumindest für deutsche Verhältnisse. Seit dem ersten Trailer damals auf Vox hat mich die Serie fasziniert. Einfach und doch tiefgründig. Spannend und doch gemütlich. Lustig und gleichzeitig dramatisch. Und obwohl ich gern eine Rory gewesen wäre, eine sympathische Streberin, die in ihrem jungen Alter sehr erwachsen wirkt, war es doch Lauren Grahams Lorelai, die mir deutlich näher kam.

Aber zurück zu dem Buch. Ich wusste, ich wollte es haben, konnte aber warten. Doch dann las ich eine Rezension und wurde unruhiger. Ich las eine zweite und nun konnte mich nur vom Kauf abhalten, dass ich gerade aufgrund eines zu großen SUBs Kaufverbot hatte.

Als sich das vor drei Tagen wieder in Lust auflöste, sah ich, dass die deutsche Übersetzung erst Ende August erscheinen würde. Doch Amazon sagte mir ‚Hey, du bist Prime-Mitglied. Wir haben das Hörbuch. Wie wäre es mit einem Audible-Probeabo?‘. Und obwohl ich das große A nicht sonderlich mag, wenn es um Bücher geht, bin ich doch sehr froh, dass ich so leicht zu beeinflussen bin. Ich glaube, das Hörbuch war in diesem Fall genau die richtige Wahl für mich.

 

Inhalt: 

Lauren Graham erzählt hier vor allem – wer hätte es geglaubt, bei einer Biografie? – von ihrem Leben. Von der frühen Trennung ihrer Eltern, ihrem Leben auf einem Hausboot und ihren Anfängen im Schauspielbusiness. Natürlich wird ein großer Teil davon von den Gilmore Girls bestimmt, sowohl von den ersten sieben Staffeln als auch von der aktuellen Reunion.

Dabei geht sie mit ihren Fehlern und Rückschlägen offen, aber auch humorvoll um. Sie schreibt und liest, wie man sich das auch von Lorelai vorstellen würde. Hinzu kommen Telefonate mit ihrem Vater und ihrer Literaturagentin, um andere Perspektiven, aber ebenso auch mehr Humor hineinzubringen, und eine Reihe von Fotos, um das Erzählte grafisch zu untermauern.

 

Fazit: 

Ich hatte selten ein Hörbuch – oder auch nur ein Buch -, das mich so begeistert hat, noch dazu als Nonfiction. Bei den Stellen über die neue Staffel und wie sehr Edward Herrmann als Richard Gilmore dabei fehlte, standen mir Tränen in den Augen. An anderen Stellen habe ich laut gelacht – sehr zum Leidwesen der Leute um mich herum, denn ich hab teilweise unterwegs gehört. Gleichzeitig finden sich gute Ratschläge darin, sowohl für angehende Schriftsteller als auch für die, die glauben, irgendeinem Ernährungstrend Hollywoods folgen zu wollen.

Und immer wieder gibt es diese kleinen Abschweifungen, diese kleinen Anmerkungen, die so nach Lorelai Gilmore klingen. Von Lauren selbst gelesen, fühlt es sich an, als hätte man hier 4 Stunden weitere Folgen der Lieblingsserie.

Es liegt mir fern, irgendwas als Muss für irgendwen zu bezeichnen. Dies ist klar kein Muss für jeden Gilmore Girls Fan, denn jeder Mensch ist anders. Aber ich persönlich habe nicht nur die Einblicke in die Serienproduktion genossen, die man sonst bisher nirgends erhalten konnte, sondern auch alles darum herum, was nicht mit der Serie zu tun hatte. Präsentiert auf ihre eigene, leicht schrullige, amüsante Art. Und ich bin sehr froh, es gehört zu haben.

 

Tommy Krappweis – Schreck im Spiegelkabinett (Ghostsitter #4)

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Buchdetails

  • Erscheinungsdatum:  4. Mai 2017
  • Verlag: Schneiderbuch
  • ISBN: 978-3505139055
  • Hardcover  256 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

Au Backe!
Seit Tom nicht nur der Besitzer einer Geisterbahn ist, sondern ihm somit auch ein Haufen quicklebendiger Geister in Obhut gegeben wurde, steht sein Leben ganz schön kopf. Als dann auch noch Vampir Vlarad mitsamt der Bestseller-Autorin Tiffany Schuster spurlos aus der Geisterbahn verschwindet, ist das Chaos perfekt. Natürlich setzen Tom und seine Truppe alles dran, ihren Vampirfreund zu retten. Und auch die Autorin muss bis zum nächsten Morgen wieder auftauchen, denn sonst steht Tom als Entführer da! Ein gruseliges Abenteuer beginnt …

Inhalt: 

Ein neuer Jahrmarkt und schon wieder macht Rivale Zoracz Ärger. Dabei hätte es so schön werden können. Eine berühmte Autorin will ihr erstes Interview nach Jahren der Kamerascheue in seiner Geisterbahn geben, doch plötzlich ist sie verschwunden, und nicht nur das. Vampir Vlarad fehlt gleich mit dazu. Schnell steht fest, dass Zoracz und sein Spiegelkabinett etwas damit zu tun haben, doch wo bitte versteckt er die Entführten? Doch dann erhalten sie Hilfe von unerwarteter Seite.

 

Charaktere:

Die altbekannten Charaktere werden, wie in den bisherigen Bänden, immer wieder verfeinert und dadurch nur noch liebenswerter. Und endlich erfährt man darüber hinaus mehr über Zoracz, der bisher ein einziges Mysterium war, mit Ausnahme seiner Absicht, Tom die Geisterbahn abzujagen.

 

Fazit: 

Die Reihe wird von Band zu Band eigentlich nur noch besser. Unterhaltsam, aber auch spannend führt sie große und kleine Leser in die Welt eines Zusammenlebens zwischen Sterblichen und Untoten. Und immer wieder vermag Tommy Krappweis es, auch für größere Leser kleine Schmankerl in Form von Bezügen auf bekannte Werke der aktuellen Popkultur einzuflechten, ohne dass diese abgeschmackt wirken würden.

Der einzige Nachteil des Buches ist, dass der nächste Band erst in fünf Monaten erscheint. Ansonsten ist er jungen und jung gebliebenen Lesern, die Spannung auch mit Humor versetzt mögen, sehr zu empfehlen, weil einfach alle Charaktere unglaublich lebendig wirkende Originale sind, die man auch im wahren Leben gern um sich hätte – selbst der Bösewicht.

 

Noelle Stevenson – Nimona

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Buchdetails

 

  • Erscheinungsdatum: 2015
  • Verlag: Harper Teen (Harper Collins)
  • ISBN: 978-0-06-227822-7
  • Taschenbuch (naja, riesiges Paperback, nicht Taschenformat)   266 Seiten
  • Sprache: Englisch

 

 

Klappentext: 

Nimona is an impulsive young shapeshifter with a knack for villainy. Lord Ballister Blackheart is a villain with a vendetta. As sidekick and supervillain, Nimona and Lord Blackheart are about to wreak some serious havoc. Their mission: prove to the kingdom that Sir Ambrosius Goldenloin and his buddies at the Institution of Law Enforcement and Heroics aren’t the heroes everyone thinks they are. Nemeses! Dragons! Science! Symbolism! All these and more await in this brilliantly subversive, sharply irreverent epic from Noelle Stevenson.

Inhalt: 

Vollkommen ungeplant erhält Bösewicht Ballister Blackheart bei seinem Kampf gegen das Institut für Durchsetzung des Gesetzes (Furchtbare Übersetzung meinerseits, bitte verzeiht. Ich weiß nicht, wie sie es in der deutschen Übersetzung nennen.) Hilfe von einem jungen Mädchen, das seine Gestalt ändern kann. Doch die junge Nimona ist schwer unter Kontrolle zu halten und hält nicht sonderlich viel von Moral. Nach und nach kommen selbst Ballister Zweifel, ob sie nicht zu gefährlich ist, sind ihre Kräfte doch weit größer als erwartet.

 

Charaktere: 

Obwohl es ’nur‘ ein Graphic Novel ist, hat die Autorin/Zeichnerin doch sehr viel Liebe in die Gestaltung der Hintergrundgeschichten investiert, so dass sie glaubhaft sind und Tiefe haben. Und manchmal ist es gar nicht so leicht, zu sagen, wer nun der Böse und wer der Gute ist.  In diesem Fall zu Recht.

 

Fazit: 

Ich hätte mir noch mehr gewünscht, aber vielleicht kommt ja eines Tages eine Fortsetzung? So jedenfalls ist es eine spannende Geschichte, bei der auch die eher grob gezeichnete Comicform nicht stört. Eine spannende Welt, die hoffentlich auch abseits dieser Charaktere weiter entwickelt wird, scheint sie doch Potenzial für noch viele weitere Erzählungen zu bieten. Aber auch dieses(/r?) Graphic Novel selbst ist schon wirklich gut, emotional, ebenso wie lustig, und jeden Cent wert.

Katarina Bivald – Ein Buchladen zum Verlieben

Ein Buchladen zum Verlieben

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 2013
  • Verlag: btb Verlag
  • ISBN: 978-3-442-75456-4
  • Hardcover  448 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy …

Inhalt: 

Nachdem der Buchladen, in dem Sara viele Jahre gearbeitet hat, schließen muss und sie so nichts mehr in Schweden hält, beschließt sie, ihre Buch- und Brieffreundin Amy in der tiefsten Provinz Iowas zu besuchen. Als sie dort ankommt, steht sie aber mitten in der Beerdigungsgesellschaft, die ihre Freundin gerade zu Grabe getragen hat.

Zunächst möchte Sara weg, hat ein ungutes Gefühl dabei, im Haus ihrer toten Freundin zu bleiben. Doch die ganze Stadt scheint wie ganz selbstverständlich davon auszugehen, dass Amys Gast bleibt und gleichzeitig der Gast der ganzen Stadt ist. Noch bevor sie die junge Schwedin wirklich kennen gelernt haben, beschließen sie schon, dass Sara bleiben muss und setzen alles daran.

Sara, die von so viel Gastfreundschaft und Freigiebigkeit trotz der finanziell angespannten Lage aller Einwohner gerührt ist, sucht nach irgendeiner Möglichkeit, etwas zurückzugeben und schnell findet sie eine Möglichkeit: Mit Amys Büchern eröffnet sie einen Buchladen, um der Stadt das zu geben, was sie selbst am meisten hat. Die unsterbliche Liebe zu Büchern. Erst nach und nach hat sie damit Erfolg, doch schließlich bringt der Buchladen neues Leben in den Ort und nun wird den Bewohnern noch klarer: Sara darf niemals wieder gehen. Das muss verhindert werden. Der Ort braucht sie und Sara scheint den Ort auch zu brauchen. Und bald ist auch ein Plan gefunden.

 

Aufbau:

Zwischen die Kapitel, die in der ersten Hälfte vor allem Sara und die Liebe zu Büchern, in der zweiten Hälfte aber hauptsächlich die Bewohner der Stadt begleiten, mischen sich immer wieder Briefe, die Amy Sara geschickt hat und die zwar nicht unbedingt zum Verständnis nötig sind, aber dem Leser doch ermöglichen, auch die Verstorbene kennen zu lernen und zu verstehen, warum Sara um die halbe Welt fliegt, um eine doppelt so alte Frau im wahren Leben kennen zu lernen.

 

Charaktere: 

Auf den ersten Blick ist Sara die typische graue Maus aus Liebesromanen. Eher verdeckt hübsch und sie selbst sieht es nicht so. Schüchtern. Irgendwie verloren. Nur eines unterscheidet sie von den klassischen Schnulzheldinnen: Sie ist gar nicht auf der Suche nach der Liebe. Sie möchte anfangs einfach nur lesen. Liebt den Geruch von Büchern. Bücher reichen ihr, um glücklich zu sein und zunächst findet sie Bücher besser als das wirkliche Leben. Damit ist sie für mich persönlich sofort unglaublich sympathisch.

Der Rest der Kleinstadt besteht aus mehr oder weniger normalen Menschen. Das Schwulenpärchen, dessen Liebe zwar offen gelebt wird, das aber nie richtig darüber redet, immerhin leben sie in einer winzigen Stadt im mittleren Westen. Über sowas spricht man hier doch nicht. Der trockene Alkoholiker, der unverschuldet in ein Loch gefallen ist und mühsam versucht, sich da rauszukämpfen, während das Leben ihm Steine in den Weg legt. Die Rebellin, die sich als das Feindbild der Stadt ansieht, weil das Tradition ist, aber gar nicht merkt, dass sie eigentlich die gute Seele ist. Die Menschen dort leben in ihren eigenen Klischees, karikieren sich quasi selbst und fürchten sich teilweise vor Vorurteilen, anfangs ohne zu merken, dass sie in Wirklichkeit eine große Familie sind und über sich hinaus wachsen können. Sie alle sind mit mehr Schwächen als Stärken dargestellt, was sie aber umso lebendiger, trotz ihrer Normalität einzigartiger wirken lässt, und der Kleinstadt eine gehörige Portion Charme verpasst.

 

Fazit: 

Ich habe versucht, dem Buch irgendwie einen Stern abzuziehen, in meiner persönlichen, gefühlten Bewertung. Denn am Ende lautet ein Fazit, ohne zu viel von der Geschichte erzählen zu wollen, dass die Wirklichkeit doch sogar besser ist als die Bücher. Und ich selbst hab mir so sehr gewünscht, dass endlich mal jemand bis zum Ende Bücher vorzieht, und dennoch damit akzeptiert wird und glücklich ist. Nur wäre die Geschichte dann wohl langweilig, würde es keine Charakterentwicklung geben und so kann ich für das, was die Geschichte erst lebendig macht, doch keinen Stern abziehen.

Insgesamt ist der Roman wie eine warme, weiche Decke, in die man sich an kalten Tagen kuscheln kann. Nicht langweilig, aber auch nicht übermäßig spannend. Keine große Action, sondern vielmehr eine allumfassende Wohlfühlatmosphäre. Sara selbst, die im Buchladen besondere Kategorien gewählt hat, würde so ein Buch wohl als „Für Freitagabende und Sonntage im Bett“ einstufen.

Dabei ist fast die gesamte erste Hälfte zitierwürdig. Da ist eine halbseitige Liebeserklärung an Terry Pratchett. Da sind genügend Buchtipps, dass man damit schon wieder eine eigene Lese-Challenge erstellen könnte (was ich vielleicht mache, sollte ich Buchspringer und Rory Gilmore je schaffen). Und da ist die Erkenntnis, in der ich mich als Blogger sofort wiedergefunden habe:

Bücher sind phantastisch, und sie kommen in einer Hütte im Wald sicher zu ihrem Recht, aber welchen Sinn hat es denn, ein phantastisches Buch zu lesen, wenn man andere Menschen nicht darauf aufmerksam machen und darüber reden und daraus zitieren kann?

Und so hat der Roman vor allem die eine Aussage: Bücher machen dein Leben reicher. Aber es braucht auch Menschen, um mit ihnen die Bücher teilen zu können.
Eine Ode an die Liebe zu Büchern, die Liebe zu Menschen und die Liebe zum Leben und sei es noch so einfach. Und für mich persönlich eine Ode daran, wie ein gemeinsames Hobby verbinden kann. Die ganze Zeit über habe ich mich vor allem danach gesehnt, auch das zu haben, was Sara und Amy hatten. Tiefes Verständnis, intellektuellen, emotionalen und literarischen Austausch, auch ohne sich je zu treffen. Und eine Freundschaft, die in gewissem Maße über den Tod hinaus geht.

Anna Grammah – Müssen wir schon wieder machen, was wir wollen?

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Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: April 2013
  • Verlag: Piper
  • ISBN: 978-3-492-30043-8
  • Taschenbuch  255 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Klappentext: 

Kindergärtnerin Anna Grammah bewältigt täglich den Spagat zwischen Kindern, Eltern und Mitarbeitern. Als motorische Leistungsträgerin ihrer Gruppe baut sie unter Achmeds strenger Aufsicht Laserschwerter, erduldet Lektionen in Sachen Verfeinerung, die literweise Rote-Bete-Saft in Kindergesichtern beinhalten, und Waldemar sorgt dafür, dass sie auch noch etwas lernt. Zum Beispiel, dass man in der Kirche nicht reden darf – sonst wird man gekreuzigt. Weiß sein großer Bruder, und der muss es ja wissen, schließlich ist er schon sieben.

Inhalt: 

Ohne auf gesellschaftliche Tabus zu achten, erzählt die Autorin aus ihrem Alltag als Erzieherin und bringt dem Leser so nicht nur die anstrengenden Aspekte nahe – welches Kind darf diesmal auf den Schoß, und wie bringen wir das Kind dazu, dass es sich mit mittlerweile vier auch mal selbst bewegt, ohne getragen zu werden -, sondern auch die schönen Seiten. Dabei gibt sie durch die Blume und quasi spielerisch im Erzählfluss Nachhilfe in Sachen Erziehung, die ich als Außenseiter jedem Elternteil ans Herz legen wollen würde.

Und sie macht mich als Leserin unglaublich neidisch. So eine schöne, befreite Kindergartenzeit hatte ich nicht. Ich hatte Freunde und Spaß und auch die Mehrzahl der Erzieher war tadellos, ohne Frage, aber was hier geleistet wird (sofern es nicht positiv überspitzt ist), klingt so schön und malerisch, dass ich auch wieder Kindergartenkind sein möchte.

So haben die Erzieher zum Beispiel für Fasching den ganzen Turmraum in eine Sandwüste mit Beduinenzelten verwandelt, und im Sand noch Schokoladen-Goldtaler vergraben. Wer hätte das denn als Kind (oder Erwachsener) nicht toll gefunden?

 

 

Fazit: 

Obwohl ich mit Kindern nicht wirklich etwas anfangen kann, hat mir das Buch viel Freude bereitet und an keiner Stelle gelangweilt. Und auch einen Mehrwert bringt es mit sich, lernt man hier doch, wie man zumindest auf keinen Fall mit Kindern umgehen sollte.

Und falls das meine Familie lesen sollte: Wenn ihr wollt, dass ich auf Familienfeiern auch Spaß habe, stellt mir einfach einen Sandkasten mit eingebuddelten Schokotalern hin. 😉

Sophie Seeberg – Der Maik-Tylor verträgt kein Bio

 

Wie man sehen kann, bin ich hier mal etwas Genauer an das Buch herangegangen. Der Grund ist ganz einfach der, dass ich die Autorin nun schon einige Jahre kenne und sehr gern habe. Ich habe das Buch kostenlos von ihr bekommen und wollte so über alle Zweifel erhaben sein, dass ich mich bei meinem Urteil davon beeinflussen lasse, dass ich die Autorin mag. Daher insgesamt 8 Post-Its.
Eigentlich wollte ich grün alles anmerken, was ich unglaublich gut finde, orange alle neutralen Anmerkungen markieren und rot/pink Dinge, die mir negativ aufgefallen sind. Pink blieb ungenutzt, dafür musste ich noch lange nach einer vierten Farbe suchen, um eine Stelle zu markieren, an der ich noch etwas Neues gelernt habe. Nicht nur einen Einblick in einen Beruf, sondern einfach einen harten Fakt, der im Gedächtnis bleibt und klugscheißer-geeignet ist.

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: Februar 2017
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • ISBN: 978-3-426-78854-7
  • Taschenbuch  303 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Klappentext: 

Wo ist hier die versteckte Kamera?

Sophie Seeberg sucht auch nach zwanzig Berufsjahren als Familienpsychologin noch danach. Zum Beispiel, als die junge Mutter Jennifer strahlend erklärt, es ist gar nicht schlimm, wenn ihr das Jugendamt Töchterchen Samanta wegnimmt, sie hat ja mittlerweile einen Hund. Oder wenn Herr Obermeyer sich eine Selbstschussanlage in den Vorgarten baut, um den Ex-Mann seiner Ehefrau fernzuhalten.

Sophie Seeberg beschreibt, wie es in deutschen Familien wirklich zugeht.

 

Inhalt: 

Auch in ihrem dritten Buch beschreibt Sophie Seeberg Fälle, die sie in ihrer Tätigkeit als Gutachterin beim Familiengericht erlebt hat. Dabei versucht sie immer, die Lösung zu finden, die das Beste fürs Kind ist. Sie geht dabei aber durchaus selbstkritisch an die Aufgabe heran, was es recht erfrischend zu lesen macht. Wenig normative ‚So ist es‘-Botschaften an zu begutachtende Familien, wenn auch in diesem Buch doch einmal normative Sätze fallen. Nicht aber zu den Fällen, sondern an die Leser gerichtet. So finden sich hier Ratschläge und Bitten, wie man umgehen könnte, überhaupt erst ein Fall für das Familiengericht zu werden.

 

Leseeindruck: 

Hier muss ich mein Erleben beim Lesen mal als einen gesonderten Punkt darstellen, weil dieses Buch eine recht emotionale Reise war. Zunächst einmal sei vorangestellt, dass auch dies kein per se lustiges Buch ist. Das ‚reißerisch‘ wirkende Titelbild und der Name lassen für dein Käufer, der die Vorbände nicht kennt, diesen Eindruck entstehen, aber dem ist nicht so. Und das sollte es auch nicht sein. Zumindest finde ich besser, wie es jetzt, hier, auf Papier ist. Denn nur lustig zu sein, würde der Sache ihren Ernst nehmen und die Möglichkeit, Mitgefühl beim Lesen zu entfalten, begrenzen.

Es gibt lustige Stellen und gerade Sophie Seebergs Vorstellungskraft, ihr Kopfkino in manchen Situationen ist einfach nur auf niedliche Weise lustig. Aber das sind die wenigsten Stellen.

Aber gehen wir chronologisch zwei Momente durch, die ich mir markiert habe. Da gibt das Kapitel, in dem eine Mutter ihre Kinder eiskalt im Stich lässt, bei fremden Menschen in einer Kommune, und sich aus dem Staub macht. Und dennoch schreibt Seeberg, die dafür gesorgt hat, dass die Kinder in eine liebevolle Pflegefamilie kommen, dass ihr die Mutter leid tut. „Sie hat ihre Kinder verloren. Selbst verschuldet zwar und im Grunde ja sogar selbst gewählt. Aber ich glaube nicht, dass Joan Huber glücklich ist mit ihrem Leben.“ Diese drei Sätze wirken völlig unscheinbar, waren für mich dennoch aber etwas Besonderes. Denn hier sieht man, dass die Autorin nicht nur das Beste für die Kinder zu erreichen versucht, sondern auch Mitgefühl für die ‚Böse‘ in der Geschichte aufbringen kann. Etwas, wozu ich möglicherweise nicht die Größe gehabt hätte.

In einem anderen Kapitel habe ich heiße, beklemmende Wut gespürt. Nicht auf die Autorin, sondern auf eine ihrer Kolleginnen. Es hat mir den Hals zugeschnürt. Und dennoch … mochte ich das. Weil ich es mag, wenn ein Buch mich erreichen und berühren kann.

Das Buch war eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Ich habe mehrfach geweint, einmal laut losgelacht, ich war wütend, verzweifelt, glücklich und traurig. Aber langweilig war mir nie.

Und es hat mir einen Ohrwurm verpasst, der mir zwei Tage im Ohr blieb und mir durch eine schwierige Situation geholfen hat.

 

Fazit: 

Eigentlich hatte ich diesem Buch vier Sterne geben wollen. Ich mochte es, glaubte aber kurz vor Ende, mich nicht in es verliebt zu haben. Das ist für mich der Maßstab für den fünften Stern, ich muss ein Buch lieben, heiß und innig.

Dann kam aber das letzte Kapitel und die entsprechende Ankündigung. „Das hier ist nun das letzte Kapitel.“ Und schon hatte ich Tränen in den Augen. Das passiert mir sonst nur bei Serienfinalfolgen. Und dann auch jedes Mal wieder, egal wie oft ich sie schaue. Aber auch hier hatte ich dieses bittersüße ‚Es ist vorbei und es wird nie wieder das erste Mal lesen geben‘-Gefühl und ich habe geweint. Geweint, weil ein Buch nicht zu Ende sein sollte. Und da war mir klar, dass ich es wohl doch liebe.

Ich möchte es jedem raten. Kann das aber nicht. Man sollte schon eine gewisse Toleranz für dramatische Situationen haben. Dies ist kein Feel-Good-Buch, sondern erfordert Empathie und auch, dass man auch das eigene Gefühlsleben erkunden möchte. Es ist mehr ein Drama als eine Komödie. Aber all den Menschen, die sich für die Thematik interessieren, auch den Magen haben, um zu ertragen, dass Kinder zuerst in unangenehmen Situationen sind, all denen, die gut unterhalten werden wollen, in jeder Richtung des Gefühlsspektrums, denen sei dieses Buch ans Herz gelegt.

 

Anmerkungen: 

Hier muss auch das noch sein, denn ein paar Dinge sind mir aufgefallen, die ich zwar nicht für bewertungsrelevant halte, aber doch mal sagen muss:

  • Vulkanier haben Gefühle, sie unterdrücken sie nur mal mehr mal weniger gut. Aber ich bin mir sehr sicher, dass die Autorin das auch weiß und es nur vereinfacht dargestellt hat, weil Nicht-Trekkies bei Vulkaniern immer dieses ‚Keine Gefühle‘ im Kopf haben. (Ja, auch daher das Star Trek-Kissen auf dem Titelbild.)
  • Ist es hier nur dichterische Freiheit, dass alle Kinder, denen geholfen wurde, am Ende Psychologe oder Familienrichter werden wollen? Es kommt etwas sehr häufig, das ist schon auffällig. Aber das würde mich nur interessieren. Vielleicht ist das ja wirklich so. Wie bei Kindern, die ein Familienmitglied haben sterben sehen, was sie durch Erste Hilfe hätten retten können, hinterher Ärzte werden wollen.
  • Danke. Ich habe hier um einen mir fremden Menschen geweint. Bis zu dem Moment habe ich geglaubt, dass ich so abgestumpft bin, dass mich Tode Fremder nicht mehr berühren können. Und dann wurde dieser fremde Mann erwähnt und ich hab mitleiden und weinen können.
  • Falls irgendjemand, irgendwann zu Nonfiction Fanfiction schreiben sollte und zufällig schreibt, wie Sophie Seeberg ein Gutachten bei der Addams Family schreiben soll, BITTE schickt mir eine Mail. Schon ab dem ersten Kapitel kam mir in den Sinn, dass ich das unbedingt einmal lesen möchte.

[Kurzrezension] Heatherlly – Obscura Nox Animae

  • Genre: Fanfiction, Harry Potter
  • Länge: 531 Seiten
  • Sprache: Englisch
  • Link: Zu finden bei AO3

 

Dieses kleine Werk hier muss ich einfach rezensieren, obwohl es eine Fanfiction ist. Naja, klein ist jetzt das falsche Wort, denn mit 363.000 Worten hat es mal eben locker die vierfache Länge eines durchschnittlichen Erstlingsromans. Mit Arial 10 bei einfachem Zeilenabstand und ohne große Absätze kalkuliert, sind das 531 Seiten.

 

Jedenfalls ist es die beste Fanfiction, die ich in all meinen Fandoms (Doctor Who, Torchwood, Once Upon a Time, Akte X, Sherlock, Raumpatrouille, Star Trek, und natürlich Harry Potter) jemals gelesen habe.

 

Inhalt: 

In der Nacht von Halloween 1981 starb Lily Potter. Ihr Körper wurde gefunden. Und doch war etwas geschehen, denn kurz darauf stellte eine kleine Maus fest, dass sie doch eigentlich nur zwei Beine haben und größer sein sollte. Sie sollte bei ihrem Sohn sein, hört sie ihn doch schreien.

Lily Potter hat überlebt, ohne zu wissen, wie und warum. Und was sie jetzt tun soll.

 

Fazit: 

Die Geschichte bleibt sehr dicht am Canon, scheint JKRs Werk eher zu komplettieren, bis auf ein alternatives, in meinen Augen deutlich besseres Ende. Man erhält einen Einblick in die Motive der Charaktere, der es zumindest geschafft hat, dass ich meinen Frieden mit Dumbledore schließen kann. Auch viele andere Dinge, die mich an Harry Potter in den letzten Jahren mehr und mehr zu stören begonnen haben, werden hier erklärt und erforscht und ergeben plötzlich einen Sinn.

Wenn ich könnte, würde ich 6 von 5 Sternen geben. Ich glaube nicht, dass mich je ein Buch so gleichzeitig gefoltert und begeistert hat. Einziges Manko ist, dass für meinen Geschmack zu häufig Sexszenen drin vorkommen, aber wir reden hier von Fanfiction, da ist das fast schon Pflicht, wenn man eh schon im FSK18-Bereich schreibt. Und sie sind immer noch seltener als bei Game of Thrones, also nicht weiter störend.

 

Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder

 

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 1. August 2013
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • ISBN: 978-3426510575
  • Taschenbuch  416 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Klappentext: 

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Inhalt: 

All die Geschichten, die sein Opa ihm erzählt hat, von fliegenden Mädchen oder Unsichtbaren konnten nicht wahr sein. Als Jacob zu dem Schluss kommt, wird das Verhältnis zu seinem Großvater schlagartig schlechter, dabei war der doch der Einzige, mit dem Jacob wirklich gern Zeit verbracht hatte.
Als Jacob einige Jahre später mit ansehen muss, wie sein Opa von Monstern getötet wird, die eigentlich nicht existieren konnten, will er aber schließlich ergründen, was genau hinter den Geschichten seines Opas stecken kann. Er glaubt, sich selbst die Monster nur eingebildet zu haben, und dass die Geschichten seines Großvaters nur auf die Schrecken des Krieges zurückzuführen sind. Zumindest solange, bis er durch ein Portal in eine andere Zeit stolpert.

 

Charaktere: 

Jacob ist ein Außenseiter, der nicht wirklich viel mit sich anzufangen weiß. Früher hatte er wenigstens ein gutes Verhältnis zu seinem Großvater, doch selbst das ist schlechter geworden, als er alt genug wurde, um zu begreifen, dass die Dinge, die sein Opa ihm erzählt hat, unmöglich wahr sein konnten. Erst im Laufe des Buches reift er etwas mehr und beginnt, nicht immer an sich zu zweifeln. Der Prozess verläuft dabei so, dass es sehr natürlich wirkt und man sich gut darin hineinversetzen kann.

 

Fazit: 

Der Beginn der Reihe erinnert an eine Mischung aus Doctor Who, Harry Potter und X-Men. Spannend, mit einem Außenseiter, der noch nichts davon ahnt, was in ihm schlummert, und einer kleinen Zeitreise. Dazu wird das Buch noch mit (laut Autor echten) Bildern kurioser Menschen gewürzt, die einem eine bessere Vorstellung der im Buch beschriebenen Besonderheiten geben.

Der Auftakt ist jedenfalls gelungen und macht Hunger auf mehr.

 

Mein Jahr in Büchern [Teil 1] – Meine 5 Sterne

 

2016 neigt sich dem Ende zu und 2017 klopft schon an. Nun ist die Zeit, mal durchzuschauen, was wir mit dem Jahr so alles angestellt haben. Aber bevor ich morgen meine gesamte Jahreszusammenfassung samt gelesener Bücher zum Besten gebe, kommen heute zuerst die Bücher, die bei mir in diesem Jahr 5 Sterne erhalten haben. Diese möchte ich euch nun vorstellen.

 

Ghostsitter 1-3 | Tommy Krappweis | Schneiderbuch | 2015, 2016, 2016

Tom lebt bei einer Frau, die für ihn wie eine Oma ist, und doch ist sie nicht seine richtige Oma. Neben der Schule verbringt er sein Leben vor allem mit Internet-Rollenspielen. Da klopft auf einmal ein merkwürdiger Mann an der Tür, sein Onkel – der auch nicht sein Onkel ist -, der mit der Nachricht kommt, Tom hätte eine Geisterbahn geerbt. Schnell stellt sich heraus, dass das keine gewöhnliche Geisterbahn ist, sondern von echten Untoten bewohnt wird. Und die muss Tom nun als neuer Betreiber schützen, weswegen er von einem Abenteuer ins Nächste schlittert.

Links: Rezension zu Band 1;  Rezension zu Band 2; Kurzrezension zu Band 3 

 

World without end | Joe Haldeman | Bantam Books | 1979

Ein Außenteam der Enterprise landet in einer Hohlwelt, die von geflügelten Wesen bewohnt wird. Weil diese schon einmal das Vergnügen mit den Klingonen hatten, verurteilen sie Kirk, Spock und Co. zum Tode und so muss die Crew einen langen Weg, beschwerlichen Weg auf sich nehmen, um ihr Leben zu retten.

 

Expedition in die geheime Welt der Drachen | Ernest Drake | Ars Edition | 2004

Kein Roman, sondern ein wunderschön gestaltetes ‚Sachbuch‘ voll Wissen zu Drachen. Liebevoll gearbeitet und trotz der wenigen Seiten sein Geld wert.

Link: Rezension 

 

Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler: Der Goldene Machtkristall | Bernd Perplies, Christian Humberg | Thienemann Verlag | 2016

Als seine Mutter, Irene Adler, untertauchen muss, lässt sie Lucius bei ihrem alten Freund, dem großen Detektiv Sherlock Holmes. Als Lucius sich da aber auf Dauer zu Tode langweilt, nimmt Mycroft Holmes, der Bruder des Detektivs, den Jungen mit in den Diogenes Club, wo er gleichaltrige Kinder trifft. Schnell wachsen die Kids zu einem Team zusammen, in das jeder seine Stärken einbringen kann. Gut so, denn sie müssen herausfinden, wer ins British Museum eingebrochen ist und was es mit dem geheimnisvollen Machtkristall auf sich hat.

Link: Rezension

 

Maggie und die Stadt der Diebe | Patrick Hertweck | Thienemann Verlag | 2015

Obwohl sie nicht reich ist, wurde Maggie entführt. Als sie sich befreien kann, irrt sie durch das New York des späten 19. Jahrhunderts und wird schließlich von einer Bande kleiner Diebe aufgenommen. Dennoch ist sie nicht aus der Gefahr heraus, irgendjemand scheint hinter ihr her zu sein. Doch warum? Was könnten Fremde denn von ihr wollen?

Link: Rezension 

 

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens | Sebastian Niedlich | Schwarzkopf und Schwarzkopf | 2013

Martin lernt als Kind den Tod kennen und weil er der erste ist, der den Sensenmann je sehen konnte, werden die beiden Freunde. Dabei verstehen sie einander selten und fühlen sich in der Gegenwart des jeweils anderen nicht immer wohl. Als Tod Martin auch noch sagt, dass dieser sein Nachfolger werden soll, verkompliziert sich alles. Obwohl er sich dagegen wehrt, kommen neue Fähigkeiten in Martin durch und bringen sein Leben durcheinander.

Link: Rezension

 

Sonntags bei Tiffany | James Patterson | Goldmann | 2008

Als kleines Mädchen hat Jane wie viele anderen Kinder einen unsichtbaren Freund. 30 Jahre später ist sie immer noch das einsame Mädchen, unterdrückt von einer selbstsüchtigen Mutter. Plötzlich trifft sie einen Mann, der sie sehr an ihren Kindheitsfreund erinnert.

Link: Rezension

 

Das Rosie-Projekt | Graeme Simsion | Fischer | 2013

Don Tillman kann nicht unbedingt gut mit Menschen umgehen. Manch einer glaubt, er hätte Asperger, doch er selbst verschwendet darauf keinen Gedanken. Irgendwann merkt er aber doch, dass es Zeit ist, einen letzten Versuch zu wagen. Er möchte die perfekte Frau für sich finden. Dabei geht er wissenschaftlich vor, lässt Frauen eine Unzahl Fragen beantworten, bevor er sie überhaupt in Betracht zieht. Doch dann kommt eine, die das Gegenteil von dem ist, was er sich eigentlich wünscht, und ausgerechnet sie stellt sein Leben auf den Kopf.

 

Eine Reihe betrüblicher Ereignisse, Band 1, 2, 4 und 6 | Lemony Snicket | cbj | 1999 – 2001

Wie einige wissen, wird die Reihe bald von Netflix als Serie rausgebraucht. Violet, Klaus und Sunny haben gerade ihre Eltern in einem geheimnisvollen Feuer verloren. Ohne nahe Verwandte werden sie von einem neuen Vormund zum Nächsten weitergereicht, doch bei jedem müssen sie aufpassen, dass Graf Olaf sie nicht in die Finger kriegt. Der ist nur hinter ihrem Vermögen her und versucht immer wieder, die Kinder aus dem Weg zu räumen. Doch woher kannte er ihre Eltern und wer sind all die anderen Vormünder, bei denen sie waren? Was haben diese mit ihren Eltern zu tun und sind die wirklich tot?

Nicht jeder einzelne Band ist wirklich gut, aber ein paar bieten eine perfekte Kombination aus Abenteuer, Düsternis und Hoffnung, mit einem kleinen Hauch Humor.

Link: Rezension zu Band 1

 

The Life List | Lori Nelson Spielman | Arrow | 2013

Bretts Mutter ist gestorben, doch statt ihre Tochter mit dem Erbe zu bedenken, hinterlässt sie ihrer Tochter eine Liste an Dingen, die sie erledigen soll – und verfügt darüber hinaus noch, dass Töchterlein den Job in der Familienfirma verliert. Für Brett beginnt ein Jahr, in dem sie bei der Erfüllung der Aufgaben zwischen Zusammenbruch und Vollkatastrophe schwankt. Kann sie es dennoch schaffen und hat ihre Mutter recht in der Annahme, dass am Ende das große Glück winkt?

Link: Rezension