#Geheimtipps – Blogparade

 

Aleshanee von Weltenwanderer hat dazu aufgerufen, unsere Buchgeheimtipps zu präsentieren und da mache ich doch sehr gerne mit.

Es geht um bis zu fünf Bücher, die nicht Mainstream sind, oder aber in der Masse der jährlichen Neuerscheinungen so untergegangen sind, dass man sie nicht wirklich mitbekam. Und für mich kommt noch hinzu, dass ich das Buch nicht schon in jedem dritten Blogpost erwähnt habe, denn ein paar meiner Lieblinge gehören auch noch in die Kategorie, aber von ihnen zu lesen, hängt meinen Wiederholungslesern sicher schon zum Hals heraus.

Natürlich ist die Auswahl sehr subjektiv. Ich habe keine Übersicht über Verkaufszahlen und kenne sicher längst nicht alle Blogs, zumal ich auch nicht alle, die ich kenne, aufmerksam verfolge. Hier sind aber die Bücher, die mir – gemessen an ihrer Qualität – dadurch auffielen, dass sie eben merkwürdig selten rezensiert und in Tipps vorgestellt wurden.

 

Der Algorithmus der Liebe

Laurie Frankel – Der Algorithmus der Liebe | Genre: Romanze, Drama

Sam arbeitet in einer Online-Datingfirma und konzipiert einen Algorithmus, mit dem jeder mit Sicherheit seinen Traumpartner finden kann, weil der Algorithmus nicht nur das durchsucht, was man selbst über sich angibt, sondern auch das, was man auf solchen Seiten verschweigt. Er findet mit Meredith zwar selbst seine Traumfrau, doch wird gefeuert. Wenn jeder gleich beim ersten Versuch den richtigen Partner findet, brechen die Gewinne von Datingseiten nun einmal ein.

Als Merediths Oma stirbt, schreibt Sam den Algorithmus um. Nun erkennt er nicht mehr nur, was die Menschen suchen und brauchen, sondern kann Persönlichkeiten auch imitieren. So soll Meredith weiter mit ihrer toten Oma Kontakt halten können, bis der Schmerz nachlässt. Schnell entsteht daraus eine Geschäftsidee, doch auch Kritik bleibt nicht aus.

Ein berührender Roman, der aber auch zum Nachdenken einlädt und gleichzeitig Hoffnung, aber auch etwas Sorgen aufgrund unseres technischen Fortschritts macht.

 

Maggie und die Stadt der DiebePatrick Hertweck – Maggie und die Stadt der Diebe | Genre: Kinderbuch, Abenteuer

New York im ausgehenden 19. Jahrhundert. Maggie wurde entführt, konnte aber fliehen. Sie findet Unterschlupf bei einer Bande jugendlicher Diebe, doch bald holt ihre Vergangenheit sie ein und sie muss sich fragen, warum ausgerechnet sie Entführungsopfer wurde, hat sie doch weder Eltern noch Geld. Auf ihrer Suche nach ihrer Vergangenheit, gerät aber nicht nur sie in Gefahr, auch ihre neuen Freunde werden hineingezogen.

Hier weiß ich gar nicht, ob das wirklich ein Geheimtipp ist. Da ich dem Autor auf Facebook folge, sehe ich quasi jeden Zeitungsartikel darüber. Und doch ist der Roman weder auf Bestsellerlisten, noch in Blogs groß präsent gewesen, dabei ist dies ein bis zur letzten Seite spannender Abenteuerroman.

 

Ich dachte, ich wär ein Panther: Die Geschichte einer Ente auf der Suche nach sich selbstPaola Mastrocola – Ich dachte, ich wär ein Panther | Genre: Roman, Erwachsenenmärchen, Philosophie

Wenn man in einem Pantoffel geboren wird und lange Zeit nichts anderes kennen lernt, denkt man zwangsläufig, man wäre ein Pantoffel, oder? Zumindest, wenn einem jemand sagt, was das Ding ist, was man für seine Mutter hält. So geht es dem Entchen in der Geschichte, doch bald zieht es in die Welt hinaus und lernt immer neue Wesen kennen, auf der Suche nach dem Platz, an den es gehört und der Antwort auf die Frage, wer oder was es denn ist.

Gleichzeitig locker leicht und dennoch tiefphilosophisch wird man auf eine Reise mitgenommen, bei der man selbst auch etwas ins Grübeln gerät.

 

Das schwarze Buch der Geheimnisse (Tales From The Sinister City, #1)F. E. Higgins – Das Schwarze Buch der Geheimnisse | Genre: Jugendbuch, Abenteuer, Fantasy(?)

Ludlows Eltern denken nur an Geld und so findet er sich plötzlich bei jemandem wieder, der für gezogene Zähne, die er weiterverkaufen kann, gut zahlt. Im letzten Moment kann der Junge fliehen und verlässt die Stadt. In einem Dorf in der Nähe angekommen, nimmt er eine Stellung bei einem mysteriösen Pfandleiher an. Womit dieser sein Geld macht, scheint nicht klar, denn er kauft vor allem Geheimnisse an, die er in einem schwarzen Buch bewahrt und nie zu erzählen verspricht. Sieht die arme Dorfbevölkerung zunächst noch ihren Retter in dem gut zahlenden Pfandleiher, fürchten sie ihn bald, weil sie glauben, er hätte sie in der Hand, und so wird die Lage für ihn und Ludlow immer gefährlicher.

 

F. E. Higgins erste drei Bücher mit Geschichten aus der Finsteren Stadt sind alle drei spannend und gleichzeitig leicht geschrieben. Nur leicht mit einander verbunden, und dennoch in sich geschlossen, muss man aber nicht die ganze Reihe lesen – zumal es nicht so aussieht, dass die letzten beiden Bände noch ins Deutsche übersetzt werden, was angesichts der wirklich guten Geschichten schade ist.

 

The Paper Magician (The Paper Magician Trilogy, #1)

Charlie Holmberg – The Paper Magician (Der Papiermagier) | Genre: Fantasy, (Romanze), (Jugendbuch)

Ceony hat gerade die Magierschule hinter sich gebracht, nun werden andere darüber entscheiden, was in Zukunft ihr Element sein wird. Denn ist man erst an ein Element gebunden, kann man nur noch mit diesem zaubern. Sie ist bitter enttäuscht, als sie Papiermagierin werden soll und dann ist auch noch ihr Meister, Emery, bei dem sie die nächsten Jahre in die Lehre gehen muss, ein verschrobener Kauz.

Doch als dessen Ex-Freundin zu Besuch kommt und ihrem Meister mal eben, im wahrsten Sinne, das Herz rausreißt, merkt Ceony nicht nur, wie viel sie mit ihrem Element schaffen kann, sondern auch, dass ihr Emery ans Herz gewachsen ist. Und, dass nicht nur sie beide, sondern die ganze Welt in großer Gefahr ist.

Diese Trilogie ist mein absoluter Favorit. Zwar hat sich Disney schon die Filmrechte gesichert, doch in Deutschland scheint die Reihe gar nicht bekannt zu sein, dabei ist sie unglaublich gut geschrieben, spannend, und ja, auch ein wenig romantisch. Es könnte aber auch daran liegen, dass die Bücher – obwohl auf Englisch schon mehrere Jahre alt – erst jetzt auf Deutsch erschienen sind und im normalen Buchhandel nicht bestellt werden können, weil sie leider von Amazon verlegt werden. Dennoch sind sie einfach nur klasse.

 

15 Gedanken zu “#Geheimtipps – Blogparade

  1. Huhu!

    Freut mich sehr dass du mitgemacht hast!
    Und es sind wirklich interessante Tipps dabei – wobei Maggie ja doch sehr durch präsent war – zumindest für mich 😀 Aber wie du schon sagst, man kann ja nicht immer alles sehen und mitkriegen. Auf jeden Fall ist der „Hype“ um Maggie doch recht schnell wieder eingeschlafen, was schade ist. Ich fand das Buch auch klasse!

    Ebenfalls kenne ich Das schwarze Buch der Geheimnisse. Aber das ist wirklich zu Unrecht so unbekannt, denn auch das hat mir sehr gut gefallen!

    Für mich ist vor allem The Paper Magican interessant. Davon hab ich noch nie gehört und das Cover hätte mich im ersten Moment auch gar nicht angesprochen, aber das klingt sehr gut und kommt auf meinen Wunschzettel 😀

    Deinen Beitrag hab ich notiert. Am 7. Juli gibts dann einen Post bei mir, in dem ich alle Blogs, die mitgemacht haben, verlinken werde.

    Liebste Grüße und ein schönes Wochenende!
    Aleshanee

  2. Hallo liebe Taaya 🙂
    „Der Algorithmus der Liebe“ habe ich vor einiger Zeit gelesen und es hat mir auch (abgesehen von einigen Längen) gut gefallen.
    Besonders ins Auge fällt mir eindeutig „Der Papiermagier“, allein schon wegen des Covers… ein Traum! Und der Klappentext hört sich dazu auch noch großartig an. Das muss definitiv gelesen werden 🙂

    Liebe Grüße
    Elke

  3. Hallo Taaya,

    vielen Dank, dass du bei dieser Blogparade mitgemacht hast. Die finde ich nämlich richtig klasse und überlege mir nun, auch noch teilzunehmen. „Das schwarze Buch der Geheimnisse“ ist damals bei Erscheinen an mir vorbei geschwebt. Aus den Augenwinkeln hatte ich es wahr genommen, aber ansonsten nicht weiter beachtet.
    Danke für den Tipp!

    Viele Grüße, Ramona (#litnetzwerk)

  4. Huhu 🙂

    Es freut mich, zu sehen, dass nicht nur ich die „Paper Magician“ Trilogie gern habe! Es wundert mich immer wieder, wie die Bücher so untergehen können, wie sie doch durch das Cover Aufmerksamkeit erregen müssten. Aber ich muss nicht alles verstehen 😉

    Vielen Dank also, dass du auch Werbung für die Reihe machst – mir persönlich hat ja der erste Teil am besten gefallen, aber die anderen waren auch gut.

    Übrigens: Tolles Blogdesign!

    Liebe Grüße
    Sarah
    #Litnetzwerk

    • Huhu Sarah,

      vielen Dank. Ja, ich mochte den ersten auch am Liebsten, obwohl die danach schon spannend waren. Aber der erste hatte eben dieses ‚Och neee, keine Lust‘-Element drin, das ich ganz gern mal mag, bei denen, die später dann dennoch die Welt oder ihre Gesellschaft retten müssen.

      Liebe Grüße
      Taaya

  5. Hallihallo!
    ui, „The Paper Magician“ klingt wahnsinnig toll (und sieht auch super aus…jaja, das Auge liest mit). Ich schreib mir die Reihe mal auf die Wunschliste! Danke für diesen Buchtipp!
    Liebe Grüße,
    Emily

  6. Huhu ^^

    ah ich merke schon, diese Blogparade wird meine Wunschliste crashen xD. „Ich dachte ich wäre ein Panther“ und „The Paper Magician“ klingen echt gut. Danke für die tollen Tipps ♥

    Liebe Grüße
    Insi Eule

    • Huhu Insi,

      ich weiß nicht genau, ob ich ‚Gerne‘ sagen, böse lachen oder mein Beleid ausdrücken soll. 😀 Aber ich wünsche dir viel Spaß mit den Büchern.

      LG
      Taaya

  7. Hallo Taaya,

    allein vom Cover her sind hier schon etliche interessante Bücher dabei.

    „Maggie und die Stadt der Diebe“ hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, es hat ein bisschen etwas von David Copperfield.

    „The Paper Magician“ zieht mich magisch an, das Buch werde ich mir merken.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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