Carola van Daxx – Glückspfoten, Ahmed und die ganz große Kohle

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 6. August 2015
  • Verlag: neobooks
  • ISBN: 978-3-7380-3626-8 
  • Ebook  246 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Inhalt: 

Theas langjähriger Freund, Oberarzt der Chirurgie, hat eine Affäre. Zumindest hat Thea das auf dem Gang gehört und als sie ihn darauf anspricht, gibt er es zu und macht gleich noch mit ihr Schluss. Da sitzt sie nun, über 40, wegen Bandscheibenvorfall arbeitslos, in der Einliegerwohnung ihrer Mutter in der hessischen Provinz. Was soll man da schon anderes tun als Bestsellerautorin zu werden?

 

Charaktere: 

 

 

Thea ist weinerlich, macht aber absolut nichts gegen all das, was ihr gegen den Strich geht. Ihre Freunde nutzen sie aus? Besser als keine Freunde zu haben. Das Geld wird langsam knapp? Aber mit nicht einem Wort wird erwähnt, dass sie sich je auf die Suche nach einer Stelle macht, die sie trotz des kaputten Rückens ausüben kann. Statt dessen lebt sie jahrelang von Rücklagen. Und auch das Schreiben von Bestsellerromanen geht offenbar halbherzig, nur mal eben nach der Tagesschau an den PC gesetzt. Was sie den restlichen Tag über macht, wird auch nicht gesagt. Aber selbst als Arbeitslose muss der Wein vom Feinkostladen kommen. Und hat sie endlich Geld, schmeißt sie es protzig aus dem Fenster. Was vermutlich der Traum einer jeden verlassenen Mittvierzigerin sein soll, ist in Wirklichkeit eine extreme Unsympathin, die nur ganz selten mal einen Hauch Humor an den Tag legt.

Auch ihre Freunde werden als egoistisch und selbstbezogen dargestellt, finden aber nur am Rande statt und machen keinerlei Entwicklung durch. Einzig ihre alte, schwerhörige Mutter kann mit ihrer frechen Art ein paar Sympathiepunkte gut machen.

 

Fazit: 

 

Die ersten 30 Prozent des Ebooks waren ein einziger Kampf, weil es immer nur darum ging, was sie diesmal von ihrem Ex geträumt hat, und dass sie ihn ja ach so sehr hasst, jetzt aber dies und das mit ihm tun würde, wären sie noch zusammen. Dazu dann noch uralte Vergangenheit, die keinerlei Nutzen für die spätere, eh spärliche Handlung hat.

In der Mitte wird es interessanter. Man kriegt sogar ein paar humoristische Momente, und der Roman wird an sich flüssiger, aber schnell kippt es und wird einfach unrealistisch. Man wünscht sich nur noch, dass die Protagonistin mit ihrer Art mal etwas so richtig verpatzt. So war es leider alles andere als ein Lesevergnügen. Nur mit der Mitleidsmasche schafft man es eben doch nicht, dass man einem Charakter plötzlich alles Glück der Welt gönnt und sich auch noch dafür freut.

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