Della van Hise – Killing Time [erste Edition]

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Buchdetails erübrigen sich hier leider, da das Buch so nicht mehr gehandelt wird.

Dieses kleine Büchlein wurde kurz nach dem Erscheinen zurückgerufen, weil es den Verantwortlichen von Star Trek – in diesem Fall Gene Roddenberry persönlich – zu starke homoerotische Untertöne hat, zu sehr eine Beziehung zwischen Spock und Kirk andeuten soll. Es wurde editiert und ‚entschärft‘ neu aufgelegt, doch zwischen 100.000 und 150.000 Exemplare der ersten Edition waren vorher verkauft worden und haben nun einen großen Sammlerwert. Natürlich ist sie deshalb nicht auf deutsch erhältlich, leider.

 

Inhalt: 

Die Enterprise ist auf Patrouille an der Grenze der neutralen Zone zu den Romulanern. Doch die Crewmitglieder werden unruhig. Warum nur haben sie ähnliche Träume.

Auf der anderen Seite der neutralen Zone arbeiten die Romulaner an einem Eingriff in die Zeitlinie. Niemals wieder wollen sie der Föderation unterlegen sein. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass sie damit das ganze Universum gefährden. Kann der Eingriff rückgängig gemacht werden, oder ist es bereits zu spät? Und woher kennt der vulkanische Captain Spock nur den Verbrecher Kirk. der als letzte Chance im Leben zu ihm versetzt wurde?

 

Charaktere: 

 

 

Hier sieht man Kirk und Spock ein wenig out of Character, als Kinder der anderen, im Buch kreierten Zeitlinie. Dennoch sind die Veränderungen stimmig, mit der jeweilig veränderten Hintergrundgeschichte im Einklang.

 

Fazit: 

 

Der wissenschaftliche Anteil des Buches ist nicht wirklich verständlich, nicht wirklich plausibel in Anbetracht der in der Serie dargestellten Zeitreisegesetze. Die Geschichte an sich ist aber nicht schlecht, spannend, wenn auch partiell ein wenig ‚zu gewollt‘. Allerdings weiß ich nicht, was Roddenberry in den 80ern für ein Problem mit dem Inhalt hatte. Er selbst hat 1979 schon in einem Interview gesagt, dass Kirk und Spock vermutlich eine Beziehung haben, dass ihre Liebe für einander dafür ausreicht. Das Buch hier hingegen deutet eigentlich nichts dergleichen an. Es wird von einer speziellen Verbindung gesprochen, ja, aber kein Wort von Liebe oder einer sexuellen Beziehung. Eigentlich ist nichts darin, was über die Serie hinaus geht. Dass die beiden ihr Leben ständig für einander riskieren, selbst dann, wenn es nicht mehr logisch ist, weiß der Zuschauer doch schon.
Entsprechend lässt mich das Buch ein wenig ratlos zurück, vielleicht ist das ein Generationenproblem. Aber eine gute Geschichte ist es trotzdem.

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