Tommy Krappweis – Mara und der Feuerbringer Band 1

Wie manch einer ja schon weiß, hat mein geliebtes Duivelspack zusammen mit ein paar anderen den Erfinder von Bernd dem Brot zu einer Romantrilogie inspiriert. Gut, bisher sind erst zwei Teile draußen, aber man braucht ja auch noch was, worauf man sich freuen kann, oder? Jedenfalls kam ich eigentlich dazu, indem das Duivelspack gesagt hat ‚Schaut mal, ein Trailer, unsere Musik ( http://www.youtube.com/watch?v=irLzStQF6i0 ), und wenn sich 250.000 Bücher verkaufen, wird es einen Film geben, den wir vertonen dürfen‘.
Dachte sich das kleine Birgit ‚Okay, selbst wenn das Buch Schrott ist, ich will unbedingt einen Film mit Duivelspackmusik‘, ging zu einem bestimmten, großen Online-Laden und kaufte sich das. Und obwohl ich sehr viel in der Uni zu tun hatte, hatte ich zwei Wochen später auch Band 2 durch und Band 1 ein zweites Mal gekauft, um es meiner Schwester zu schenken. Tja, shit happens. Aber damit mussten alle anderen eben nur nich 249.997 Bücher kaufen. Hat auch was für sich.

Jedenfalls ist Mara und der Feuerbringer ein Jugend-Fantasyroman, basierend auf nordisch-germanischer Mythologie, aber Achtung, wie Mara selber so schön sagt: Nur, weil die Professoren noch keinen Beweis für etwas gefunden haben, heißt es nicht, dass es nicht existiert haben kann, sprich: Es hält sich jetzt nicht unbedingt genau an den Mythen fest, sondern mischt da schon etwas rum. Ist ja auch kein Historienroman, sondern Fantasy.

Mara, ein verträumter Teenager unserer heutigen Zeit, lebend in München, hat plötzlich Visionen. Außerdem spricht plötzlich ein Zweig mit ihr, wobei sie die reine Möglichkeit vorher nur für ausgekochten Blödsinn ihrer Möchtegern-Hexen-Mum gehalten hat, die so etwas übrigens nicht schafft, sondern einen armen Baum rein einseitig zugelabert hat. Und ausgerechnet dieser Zweig sagt ihr, sie möge doch bitte den Halbgott Loki davon abhalten, sich zu befreien, achja, und nebenbei das Ende der Welt verhindern. Dabei weiß Mara noch nicht einmal, wer dieser Loki denn bitte sein soll – und ihre Visionen ärgern sie auch ständig – ist ja üüüüberhaupt nicht peinlich, einfach mal in der Öffentlichkeit umzukippen, nur, weil man plötzlich wieder etwas sieht, was andere nicht sehen können.  Da muss Hilfe her. Und zum Glück lebt tatsächlich noch einer der Leute, die sich mit der Mythologie professionell beschäftigt haben. Also nichts wie zur Uni, um den Professor, einen ziemlich unordentlichen, anfangs etwas rechthaberischen Mann auszufragen, ohne sich zu verraten.

So brechen Mara und der Professor ziemlich bald in ein doch etwas größeres Abenteuer auf, das sich aber irgendwie nicht ganz so entwickelt wie gedacht – und warum muss ausgerechnet Wagner, dieser Operntyp, der doch keine Ahnung hat, mitmischen?

( Zusammenfassung von mir, bessere gibt es bei besagtem Buchladen 😉 . )

Ich jedenfalls fand das Buch unglaublich witzig, aber auch spannend. Und Band 2 wurde sogar noch besser. Einziger Nachteil, rein privater Natur: Der olle Tommy hat es geschafft, dass ich den erfundenen Prof haben will. Aber das hat immerhin zu sehr interessanten Gesprächen mit ihm via Facebook geführt ( der Mann ist echt lieb und scheinbar für jeden Blödsinn zu haben, tut aber für’s Buch nix zur Sache ). Fazit jedenfalls: Sehr zu empfehlen, wenn man die Mythen nicht zu ernst und verbissen nimmt, und wenn man noch genug Kindlichkeit bewahrt hat, sich auch in eine 14-jährige reinzudenken.

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