Kai Twilfer – Schantall, tu ma die Omma winken!

Ich bin mit der Erwartung ans Buch rangegangen, dass hier vielleicht ein paar lustige Geschichten sind. So das ‚Best of‘ der menschlichen Dummheit. Webfail nur in Kurzgeschichten. Tja, denkste. Kai Twilfer erzählt durchgängig von einer einzigen Familie, und keineswegs amüsant. Obwohl er immer wieder betont, wie gern er diese Menschen doch hätte, klingt es so abschätzig, dass man das Buch eigentlich schon bald in die Ecke schmeißen möchte. Die amüsanten Stellen halten sich sehr in Grenzen und vorrangig erinnert das Buch an eine pseudo-wissenschaftliche Arbeit, so sehr verallgemeinert der Autor von einer Familie auf die große Gruppe der so genannten Unterschicht. Dafür fehlen mir als Soziologiestudentin aber die wissenschaftlichen Fakten und Quellen. Ich rate also jedem, der es nicht mag, wenn eine ganze Bevölkerungsgruppe über einen Kamm geschoren wird, davon ab, dieses Werk zu kaufen. Mir hat es jedenfalls weder Spaß gemacht, noch irgendwelche Erkenntnisse gebracht, außer, dass ich das Geld besser hätte investieren können.

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